Norddorf : Dünenbad-Abriss hat begonnen

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16. März 2013, 08:50 Uhr

Norddorf | Im September 2012 hatte die Gemeindevertretung den Abriss des Dünenbades beschlossen. Jetzt wurde mit den Arbeiten begonnen. "Wir haben uns für einen kompletten Rückbau des ehemaligen Schwimmbades entschlossen, da das Angebot des Abbruchunternehmens nur unwesentlich über der bis dahin favorisierten Version des Teilrückbaus lag", erklärte Bürgermeister Peter Koßmann auf Anfrage.

Bis dahin war angedacht, die Beckenränder und die Hochbauten des Sprungturms bis unter die Erdgleiche abzubrechen, Drainage-Abläufe zu bohren und das Becken zu verfüllen. Für diese doch eher kosmetische Lösung hatte die zuständige Naturschutzbehörde (Umweltamt) des Kreis Nordfriesland schon grünes Licht gegeben. Wenn nun aber der Baukörper komplett entfernt ist, stellt sich die Fläche wieder als unbelastet dar.

Das Abbruchunternehmen muss auch die um das Becken verlaufende Rohrtechnik freilegen und entsorgen, erklärt der Mitarbeiter auf dem Bagger und verweist auf die Sandmassen am Beckenrand. Unter der ersten Betonschicht kam die ursprüngliche Beschichtung des Schwimmbeckens zutage, die per Bagger mühselig abgeschabt werden musste. "Wenn wir alle Stoffe, wie Kunststoff, Stahl und Beschichtungen vom Beton getrennt haben, können wir den Abbruch vor Ort knacken", erklärt der Mitarbeiter weiter.

"Ich rechne mit einer zügigen Abwicklung", schätzt Bürgermeister Koßmann den Ablauf ein. Nach dem Abbruch werde dann sukzessive Sand eingebracht, um das Terrain ausgleichen zu können. Dafür wurden bereits etliche Ladungen angefahren. Die weitere Verfüllung wird dann geschehen, wenn die von der Gemeinde ohnehin zu räumenden Flächen am Strandübergang frei geschoben werden müssen. "Hier möchte und muss ich die Finanzmittel der Gemeinde Norddorf schonen und dafür einen längeren Zeitraum für die Arbeiten in Kauf nehmen", so der Bürgermeister.

Nach der abgeschlossenen Verfüllung werden sich der Öömrang Ferian und die Amrum-Touristik Norddorf in die Nutzung und Gestaltung der zurückgewonnenen Fläche einbringen. In der einstigen Einschwimmhalle soll dem Besucher unter anderem eine Sammlung von über 200 Vogelpräparaten präsentiert werden. Zudem wird das einstige Schwimmbecken umgestaltet und in die gern besuchte Maritur-Ausstellung integriert, so die mittelfristige Planung.

Mit der Schließung des hoch defizitären "Dünen bades" im Spätsommer 2006 hatte die damalige Gemeindevertretung die Notbremse gezogen, um einer weiteren finanziellen Lähmungen des Kurbetriebes und somit auch der zum Verlustausgleich verpflichteten Gemeinde entgegen zu wirken. Das Dünenbad machte zuletzt einen Verlust von rund 315 000 Euro.

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