WTB-Tennis : Dramatik pur beim Punktspielauftakt

Zwei Insel-Teams machten es spannend. Doch für beide gab es am Schluss nur ein Unentschieden.

shz.de von
07. November 2013, 15:30 Uhr

Bei den Auftaktbegegnungen zur Hallensaison der Tennisteams „Herren 40“ und „Damen 40“ des Wyker Turnerbundes herrschte Dramatik pur vor. Während den Senioren beim TC 78 Eckernförde dabei wenigstens durch ein 3:3-Unentschieden ein Teilerfolg gelang, mussten sich die Damen bei ihrem Debüt in der Verbandsliga in Wyk der Vertretung des TC Egenbüttel mit 2:4 geschlagen geben.

In Eckernförde standen die Zeichen für die Föhrer Herren zunächst auf Sieg, denn sie konnten ihre Einzelbegegnungen mit einer vermeintlich vorentscheidenden 3:1-Führung beenden. Torsten Hartmann (1) hatte hier mit 7:6 und 6:2 gewonnen, Leif Both (2) bezwang seinen Gegner mit 6:1 und 6:2 und auch die Partie von Dirk Eisersdorff (4), der 3:6, 6:0 und 10:6 spielte, endete für den WTB mit einem Sieg. Lediglich Carl Rörden (3) hatte mit 6:4, 3:6 und 9:11 denkbar knapp und etwas unglücklich das Nachsehen.

Das Wyker Team setzte dann alles auf Hartmann/Both als vermeintlich sichere Bank im ersten Doppel, das den vierten Punkt und somit den Gesamtsieg holen sollte. Es trat ein, womit niemand gerechnet hatte: Die Maßnahme brachte nicht den gewünschten Erfolg. Denn die beiden Spitzenspieler mussten sich ihren Gegnern in einer ungemein spannenden, dramatisch verlaufenen Partie mit 6:3, 3:6 und 11:13 geschlagen geben. Da gleichzeitig das zweite Doppel mit Rörden/Eiserdorff mit 6:7 und 2:6 das Nachsehen hatte, rückte der erhoffte Gesamtsieg in unerreichbare Ferne.


Um ein Haar gesiegt


Einen annähernd identischen Verlauf, wenn auch mit umgekehrtem Vorzeichen für die insularen Tennis-Spielerinnen, nahm die Begegnung der „Damen 40“ in Wyk, die in der vom Sturm beschädigten Tennishalle am Rugstieg stattfand. Hier lag die heimische Mannschaft, die ohne ihre „Nummer Eins“ Ina Ketels auskommen musste, nach den Einzeln mit 1:3 zurück, um dann in den abschließenden Doppelpartien beinahe ebenfalls noch den unmöglich erscheinenden Ausgleich und damit ein Unentschieden zu erreichen.

Die Wyker Damen waren zunächst durch Zweisatz-Niederlagen von Marion Wieghorst (2), Petra Knocke (4) und Kirsten Christiansen (3), trotz bravouröser Gegenwehr gegen ungemein spielstarke Gegnerinnen, mit 0:3 ins Hintertreffen geraten. Doch dann konnte Marlies Rörden mit einer tollen und begeisternden Vorstellung die Spitzenpartie mit 6:3 und 6:4 für sich entscheiden und so die Minimalhoffnung der Insulanerinnen auf eine Punkteteilung noch am Leben halten.

Und an der Seite einer sich mehr und mehr steigernden Kirsten Christiansen schaffte Rörden es schließlich, nach nicht mehr an Spannung zu überbietendem Spielverlauf das erste Doppel der Gäste mit 7:6, 5:7 und 14:12, zu bezwingen. Womit unmöglich erscheinendes vollbracht wurde, hatte die gegnerische Vertretung hier doch ihre beiden sehr starken Spitzenspielerinnen aufgeboten.

Dass zur gleichen Zeit das zweite Doppel Wieghorst/Knocke mit einer prächtigen Leistungssteigerung um ein Haar auch noch sensationell gewonnen hätte, blieb bei den die Begegnung fasziniert verfolgenden Zuschauern fast unbemerkt. Doch am Ende waren hier die Gäste durch einen knappen 6:2, 5:7 und 10:1-Sieg nicht unverdient erfolgreich.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen