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An der Föhrer Südküste : Drahtboxen für Plastikmüll

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Kooperation von Kommunen und Naturschützern: Behälter an den Stränden sollen Urlauber animieren, angeschwemmten Abfall aufzusammeln.

shz.de von
erstellt am 25.Jun.2016 | 16:30 Uhr

Die neue Strandmüllbox am Gotinger FKK-Strand war noch nicht einmal offiziell übergeben worden, da waren in ihr schon die ersten Plastik-Funde deponiert worden. Nieblums Bürgermeister Friedrich Riewerts wertete dies als Beweis dafür, dass die Menschen für die Bedrohung des Meeres durch Plastikmüll sensibilisiert sind.

Zur Einweihung der acht Strandmüllboxen, die zwischen dem Oldsumer Sörenswai, Utersum, Borgsum, Witsum, Nieblum und dem Hundestrand in Wyk aufgestellt wurden, konnte die Initiatorin und Projektmanagerin der Inselgruppe Föhr-Amrum des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), Angela Ottmann, nicht nur Nieblums Bürgermeister, sondern auch Rainer Hansen, Präsident des Lions-Clubs Föhr, und Walter Höllmer, Sekretär des Clubs, begrüßen. Nicht nur die Lions, sondern auch der Club der Föhr Fans und andere Sponsoren haben die Aufstellung dieser Behälter möglich gemacht. Es handelt sich dabei um stabile Gitterkäfige mit Deckeln, die verhindern, dass bei stärkerem Wind der Inhalt verstreut wird.

„Jeder, der am Strand angeschwemmten Müll einsammelt, bekommt einen geschärften Blick für das Problem des Plastikabfalls im Meer“, ist Angela Ottmann überzeugt, die das BUND-Projekt „Plastikfrei wird Trend“ betreut. Einen Versuch hat der BUND schon vor geraumer Zeit am Strand der Godelniederung gestartet. Dort war ein Behältnis für angetriebenen Müll aufgestellt worden und die Sammelergebnisse bewiesen, dass die Spaziergänger Abfall nicht nur registrieren, sondern ihn auch zu entsorgen versuchen.

„Diese Boxen sind eine tolle Idee, die wir absolut förderungswürdig finden“, erklärte dazu Rainer Hansen. Auch Friedrich Riewerts hat sofort die Unterstützung seiner Gemeinde bei dieser Aktion zugesagt. Die Behälter sollen ja nicht nur gefüllt, sondern müssen auch wieder entleert werden. Diese Aufgabe haben Oldsum, Utersum, Borgsum, Nieblum und Wyk übernommen. „Ich freue mich, dass unsere Gäste sich ganz offensichtlich mit dem Strand identifizieren und gemeinsam mit uns gegen die Plastik-Flut ankämpfen“, betont Nieblums Bürgermeister.

Bei der Übergabe der Strandmüllboxen machte Angela Ottmann darauf aufmerksam, dass diese nur für die Aufnahme des Plastikmülls vom Strand gedacht sind. „Die Beutel mit Hundekot oder auch Hausmüll haben in den Behältern absolut nichts zu suchen“, betont Ottmann, die auf die Vernunft der Menschen baut.

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