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Konkurrenz im Fährbetrieb : Dirk Lehmann wirft das Handtuch

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Wie der Geschäftsführer von Becker Marine Systems mitteilte, habe der Hamburger Schiffbau-Zulieferer die Watten Fährlinien verkauft.

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erstellt am 13.Okt.2015 | 14:00 Uhr

Vorerst wird es keine Konkurrenz für die Wyker Dampfschiffs-Reederei im Insel- und Halligverkehr geben. Wie Dirk Lehmann mitteilte, habe Becker Marine Systems die Watten Fährlinien verkauft. An einen Investor, der schon lange Interesse bekundet habe und nicht genannt werden möchte, verweist der Geschäftsführer des Hamburger Schiffbauzulieferers auf vertraglich vereinbartes Stillschweigen.

Seit gut drei Jahren hatte der Schiffbau-Diplom-Ingenieur Lehmann versucht, eine eigene Fährlinie zu installieren; zwei mit Flüssiggas (LNG) betriebene Schiffe sollten im Wattenmeer zwischen Dagebüll, Föhr und Amrum pendeln. Knackpunkt waren die Brücken in Wyk, die, anders als in Dagebüll oder Wittdün auf Amrum, der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) gehören. Dadurch sei die Nutzung des öffentlichen Fährhafens nur für die WDR möglich, hatte Lehmann stets einen „nicht diskriminierungsfreien Hafenzugang“ beklagt und die Stadt in der Pflicht gesehen, eine Regelung herbeizuführen.

Noch vor einem Jahr hatte das Unternehmen angekündigt, alle rechtlichen Möglichkeiten bis hin zur Europäischen Union ausschöpfen zu wollen. „Da das aber vier, fünf Jahre dauert, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen“, erklärte Dirk Lehmann nun auf Nachfrage. Das Büro in Wyk, zuletzt ohnehin nur noch einmal in der Woche nachmittags besetzt, wurde mittlerweile geschlossen.

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