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Auf föhr: ideen präsentiert : Dinner im Watt und neuer Online-Auftritt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Jochen Gemeinhardt will neue Wege gehen: Der Geschäftsführer der Föhr Tourismus GmbH informierte den Tourismusverband über geplante Veranstaltungen und Strategien.

„Kommunikation, Kooperation und Transparenz“ hat sich der neue Tourismus-Chef Jochen Gemeinhardt auf die Fahnen geschrieben. Er informierte in der Sitzung des Tourismusverbandes über die Teilnahme an Fremdenverkehrsmessen in Hamburg, Berlin und Stuttgart und berichtete, dass er künftig verstärkt um Gäste aus Österreich und der Schweiz werben wolle. Er habe Kontakt mit einem Reiseveranstalter aus Österreich aufgenommen, der Interesse signalisiert habe, Gäste aus den beiden Alpenrepubliken auf die Insel zu bringen. „Das ist ein wichtiger Quellmarkt für uns“ ist Gemeinhardt überzeugt. Weiter will er versuchen, Fernbusbetreibern eine Linie nach Dagebüll schmackhaft zu machen. Er habe dies schon auf der Messe in Berlin probiert. „Eine schwierige Geschichte, aber langsam tauen die auf.“

Der Werbeslogan „Friesische Karibik“ habe zwar auf dem Festland funktioniert, um Aufmerksamkeit zu erregen, sei aber auf der Insel „verbrannt“, so Gemeinhardt, der sich Gedanken um eine neue Werbestrategie machen will, mit der auch neue Zielgruppen angesprochen werden sollen.

Noch vor einem Jahr war die Startseite des Föhrer Internetauftritts www.foehr.de mit einem internationalen Preis ausgezeichnet worden, jetzt bezeichnete Gemeinhardt die Seite als veraltet und kündigte eine Überarbeitung an. Sie sei zu kleinteilig und wecke zu wenig Emotionen. „Es macht Sinn, mit einem neuen Internetauftritt und einem neuen Slogan um neue Gäste zu werben“, so der Tourismus-Chef. Mit 70  000 bis 100  000 Euro, auf mehrere Jahre verteilt, bezifferte er die Kosten für dieses Vorhaben, das vom Aufsichtsrat bereits abgesegnet worden sei.

Den groben Rahmen, wohin sich der Fremdenverkehr im Land entwickeln soll, gibt die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash) vor. Die hat, wie Gemeinhardt den Insel-Politikern berichtete, ihre Zielgruppen-Werbung durch Themenbereiche abgelöst. Und aus diesem Themenkatalog haben Gemeinhardt und sein Team, wie er berichtete, sich diejenigen herausgesucht, von denen sie sich den größten Erfolg versprechen: Föhr soll danach auch in Zukunft für Natururlauber und Familien interessant sein und außerdem den sogenannten „Entschleunigern“ nahegebracht werden. Darüber hinaus hofft er, dass die geplanten Luxushotels in Wyk und Nieblum neue Gästeschichten auf die Insel bringen. „Diese Hotels sind eine Chance, die wir uns nicht entgehen lassen dürfen“, ist er überzeugt.

Im Marketing setzt Gemeinhardt auf Großkampagnen in den Quellmärkten und auf Pressereisen. Er möchte verstärkt Reisejournalisten auf die Insel holen, in der Hoffnung, dass diese dann die Vorzüge Föhrs in ihren Berichten groß herausstellen.

Außerdem soll die Kundenbindung über soziale Netzwerke wie facebook verstärkt werden und mit Hilfe der neuen Marketing-Mitarbeiterin Levke Sönksen, die fließend Dänisch spricht, der Markt im nördlichen Nachbarland besser beackert werden.

Im Veranstaltungsbereich will sich, so berichtet Jochen Gemeinhardt, die Flensburger Brauerei noch stärker als Sponsor einbringen. 2016 soll Föhr Station der Beachvolleyball- und Beachsoccer-Tourneen der Flensburger sein.Und bereits in diesem Jahr sei mit der Brauerei ein weiteres Event auf der im Nationalpark Wattenmeer liegenden Insel geplant: „Scholle braten im Watt“. Dann soll, so berichtete Gemeinhardt, im Watt eine mobile Küche aufgebaut werden, natürlich mit Musikbegleitung. „So was hat der Gast noch nicht erlebt“, ist der FTG-Chef überzeugt.

 

 

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erstellt am 13.Apr.2015 | 12:00 Uhr

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