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Zikita : Die Zeitung spielerisch entdecken

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Der Wyker Awo-Kindergarten nimmt zum vierten Mal am Projekt Zeitung in der Kita teil. Die Vorschüler setzen sich intensiv mit Nachrichten auseinander.

von
erstellt am 08.Mär.2015 | 13:45 Uhr

Piet und Paula sind derzeit im Außendienst. Denn die beiden Mitglieder unserer Kindernachrichten-Redaktion begleiten die neun Vorschulkinder des Awo-Kindergartens am Rugstieg durch vier spannende Wochen. Die Kinder haben ihnen extra in einer Badewanne ein warmes Nest aus Zeitungsschnipseln gebaut. Darin thronen der knallblaue Pottwal Peit und die quietschegelbe Ente Paula und schauen zu, wie die Kinder die Tageszeitung entdecken.

Bereits zum vierten Mal nimmt der Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt am Projekt „Zeitung in der Kita“ teil, doch jedes Mal kann auch Kita-Leiterin Maren Weinbrandt wieder Neues entdecken, ist begeistert davon, wie sich die jeweiligen Gruppen das Medium erschließen. Die diesjährigen Teilnehmer könnten sich besonders gut an einem Thema aufhalten, berichtet Weinbrandt. Vier Wochen lang bekommen die Kinder jeden Morgen den Insel-Boten geliefert, der dann zusammen mit den Erzieherinnen durchgeblättert und eifrig studiert wird. Und dabei stoßen sie immer wieder auf Beiträge, die ausgiebig ergründet und diskutiert werden müssen, so dass oft viel Zeit bei der Zeitungslektüre vergeht.

So ein spannendes Thema war das Affenbaby Rieke, das von seiner Mutter verstoßen wurde. Für die Wyker Kinder absolut unvorstellbar dass eine Mama so was tut. Flugs haben sie ganz viele Rieke-Bilder aus der Zeitung ausgeschnitten, sie mit grünem Bastelpapier aufgeklebt, und so haben viele kleine Riekes jetzt einen schönen Dschungel zum Rumtollen.

Nicht das einzige Thema, das die Kinder beschäftigt hat. Ob Krokusblüte in Husum, ein Beitrag über Sängerin Nena oder die Geschichte von dem Mann, der eine Handgranate gefunden und mit nach Hause genommen hat – in jeder Ausgabe entdecken sie Dinge, die sie interessieren und hinterfragen. So ist auch der Krieg in der Ukraine zum Thema im Kindergarten geworden. „Die haben ein bisschen mit dem Schießen aufgehört“, beschreibt die sechsjährige Elli den Waffenstillstand. „Aber wir wollen, dass die ganz damit aufhören!“

Nicht nur gelesen wird der Insel-Bote, die Kinder finden täglich neue Dinge heraus, die man mit einer Tageszeitung anstellen kann. So haben sie einen riesengroßen Elefanten aus Zeitungspapier gebastelt, der jetzt eine Wand ihres Gruppenraumes ziert. Dem kleinen, plüschigen Außerirdischen Wuppi vom Planeten Wupp, der im Kindergarten wohnt, haben sie einen Zeitungshut gefaltet, immer wieder beschäftigen sie sich mit einer Tasche, aus der man einzelne Wörter ziehen kann, um mit denen einen Satz zu bilden. Und sie haben Zikita-Wörterschlangen gebastelt.

Mit Begeisterung spielen die Vorschüler außerdem – wie schon ihre Vorgänger in früheren Zikita-Jahren – eine Abwandlung des klassischen Eierlaufens: Zeitungsschnipsel werden mit einem Strohhalm angesaugt und müssen so zu einem Eimer transportiert werden – einfach herrlich.

Im Rahmen ihres Projektes sind die Kinder auch auf der Insel unterwegs. Sie werden die „Papermania“-Ausstellung im Alkersumer Museum besuchen, in der erwachsene Künstler zeigen, was man aus Papier so alles machen kann. Und natürlich ist auch wieder ein Besuch in der IB-Redaktion vorgesehen, bei dem sie erfahren, wie Nachrichten in die Zeitung kommen. Das Fotos nicht mit Hokuspokus aus der Kamera auf die Zeitungsseiten gezaubert werden, wissen die Vorschüler schon: „Die werden gedruckt!“.

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