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Insel-Bote

18. Dezember 2017 | 04:38 Uhr

Föhr on Fire : Die Wyker Nacht der Nächte

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Rekordbesucherzahl am Wyker Hafen: Rund 15 000 Menschen verfolgten das Himmelsspektakel. Der Feuerwerkskünstler Joachim Schon bietet seine weitere Zusammenarbeit mit den Föhrern an.

von
erstellt am 10.Aug.2014 | 22:00 Uhr

Da hieß es Nerven bewahren: Als Feuerwerkskünstler Joachim Schon am Sonnabend früh aus dem Fenster blickte, goss es in Strömen und der Sturm peitschte den Regen vor sich her. Nichts deutete darauf hin, dass er am Abend seine Raketen in den Himmel schießen könnte. Doch Schon vertraute dem Wetterbericht. Zu Recht: Wie von den Wetterfröschen angekündigt, riss bereits am Mittag der Himmel auf und bis zum Abend legte sich auch der Wind. Föhr on Fire stand nichts mehr im Wege.

Schon lange vor Veranstaltungsbeginn strömten die Menschen aus allen Richtungen und hatten nur ein Ziel: Den besten Logenplatz für das Feuerwerk zu erwischen. „Wir haben uns schon vor drei Wochen nur für diesen Tag einen Strandkorb in der ersten Reihe reserviert“, berichtet das Wrixumer Ehepaar Walter und Karin Bahnsen. Optimale Sicht auf das Himmelsspektakel war den beiden garantiert. Allerdings, wer das Gesamtkunstwerk aus Farben und Klängen im vollen Umfang erleben wollte, der war auf dem Fähranleger, rund ums Reedereigebäude, am besten aufgehoben. Dort war es denn auch richtig voll, noch voller, als in den Vorjahren. Auf rund 15 000 schätzt Tourismus-Chef Armin Korok die Besucherzahl beim diesjährigen Feuerwerk. Über 2000 Tagesgäste, so berichtet Erk Brauer von der Wyker Dampfschiffs-Reederei, nutzten allein das Angebot, mit zwei Sonderfähren nach der Veranstaltung zurück nach Dagebüll zu fahren. Ein neuer Rekord.

Pünktlich um 22.40 Uhr stiegen im Takt der Musik die ersten Raketen in den Nachthimmel über der Nordsee, spiegelten sich die bunten Lichter im Meer und schwammen teilweise auch auf der Wasseroberfläche. Und im Hintergrund, als hätte Joachim Schon selbst ihn dort aufgehängt, leuchtete der Vollmond.

„Steamy Windows“ von Tina Turner,
Queen mit „A kind of magic“ und dann noch Joe Cockers „With a little help from my friends“ – der Feuerwerkskünstler, der ursprünglich Musiker war, hat auch beim neunten Föhr on Fire die richtige Gänsehaut-Mischung zwischen
rhythmischen und emotionalen Stücken gewählt.

„With a little help from my friends“, das war für Tourismus-Chef Armin Korok auch das Motto des Abends, denn ohne die tatkräftige Hilfe seiner Mitarbeiter hätte das alles so reibungslos nicht funktionieren können, betont er. Für Korok, der seinen Vertrag mit der FTG zum Jahresende gekündigt hat, ist es das letzt Föhr on Fire. „Es war meine 21. Show zusammen mit Joachim Schon, und es hat noch nichts von seiner Faszination eingebüßt“, sagte Korok. Die beiden sind ein eingespieltes Team, Der Feuerwerker ist dem Tourismus-Chef mit seinen Shows an jeden neuen Wirkungsort gefolgt.

War das neunte Föhr on Fire also das letzte? In der Nacht zum Sonntag waren sich alle Verantwortlichen einig, dass diese Veranstaltung auf jeden Fall weitergeführt werden muss. Und auch Meister Schon hat die Bereitschaft signalisiert, wieder nach Föhr zu kommen.

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