Willkommen in Nieblum : Die Umzugskisten sind ausgepackt

Die Nachbarn hießen die Familie mit einem Türkranz willkommen. Foto: len
1 von 2
Die Nachbarn hießen die Familie mit einem Türkranz willkommen. Foto: len

Das neue Pastoren-Paar der Gemeinde St. Johannis wird morgen im Rahmen des Gottesdienstes feierlich in sein Amt eingeführt

Avatar_shz von
02. März 2013, 08:54 Uhr

Nieblum | Seit wenigen Tagen ist das alte Nieblumer Pastorat wieder erfüllt von Kinderlachen und -toben. Frederick (5), Margarethe (3) und Helene (1) haben hier gemeinsam mit ihren Eltern Kirsten Hoffmann-Busch und Philipp Busch, beide sind 43 Jahre alt, ihr neues Quartier bezogen und sind nun eifrig dabei, ihre neue Umgebung zu erkunden.

Heute ist das Ehepaar noch damit beschäftigt, in dem alten Friesenhaus, in dem sie mit einem Türkranz der Nachbarn empfangen wurden, Umzugskisten auszupacken, doch morgen wird es für sie "ernst": Beim Gottesdienst, ab 14 Uhr in der St.-Johannis-Kirche, werden sie feierlich als neues Pastorenpaar der Kirchengemeinde eingeführt. Auch Propst Dr. Kay-Ulrich Bronk wird zu diesem Anlass nach Nieblum kommen. Da sie zur Zeit noch im Mutterschaftsurlaub ist, wird Kirsten Hoffmann-Busch ihr Amt allerdings erst ab Herbst offiziell ausüben.

Für die Nachfolger von Pastor Holger Asmussen in der St.-Johannis-Kirchengemeinde bedeutet der neue Dienstort einen Wechsel von der Ost- an die Nordsee, den sie sich auch gut überlegt haben. "Nachdem wir die Ausschreibung der Pastorenstelle in Nieblum gelesen haben, sind wir im vergangenen September erstmals nach Föhr gekommen, wo uns Silke Ketels die Kirche und das Pastorat gezeigt hat", berichtet Philipp Busch. Am ersten Advent stellte sich das Ehepaar beim Gottesdienst vor und dann war eigentlich alles entschieden. "Uns war klar, dass wir in die Gemeinde und nach Föhr passen", stellten beide fest. Zudem ist der Zeitpunkt für den Wechsel von der Kirchengemeinde Klütz, Boltenhagen und Bössow nach Nieblum günstig, denn Sohn Frederick soll im Sommer eingeschult werden.

Kirsten Hoffmann-Busch ist 1969 in Hagenow geboren und aufgewachsen. 1988, noch zu DDR-Zeiten, begann sie in Rostock das Studium der Theologie. Als die theologische Fakultät in Rostock nach der Wende zusammenbrach, setzte sie ihr Studium in Berlin fort und verbrachte ein Semester in Wien. 1996 kehre Kirsten Hoffmann-Busch nach Rostock zurück und war nach dem ersten Examen zunächst als wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Rostock tätig. Es folgten eine Zeit als Gemeindehelferin auf Rügen, das Vikariat und schließlich die erste Stelle als Pastorin in Kalkhorst, wo sie bis 2011 wirkte.

Zwar ist Philipp Busch ein waschechter Schleswig-Holsteiner, doch er verbrachte nur seine ersten Kindheitsjahre im nördlichsten Bundesland, zunächst in Preetz, dann in Husum. Aufgewachsen ist Philipp Busch in Bad Homburg bei Frankfurt. Theologie studierte er in Mainz, Greifswald, Berlin und Rostock, war lange an der Universität in einem Studienreform-Projekt aktiv, um dann 2003 ein Vikariat anzutreten. Seit 2006 hatte er die erste Pfarrstelle in Klütz, Boltenhagen und Bössow inne . Im Jahr 1996 heirateten Kirsten Hoffmann und Philipp Busch, die in Nachbarpfarrstellen als Pastoren wirkten. Nachdem Tochter Helene zur Welt gekommen war, übernahm Kirsten Hoffmann-Busch die Aufgaben einer Pfarrfrau.

Nun freut sich das Ehepaar auf seine neuen Aufgaben in Nieblum: "Wir sind hier sehr freundlich aufgenommen worden, auch müssen wir in der Gemeinde das Rad nicht neu erfinden", können sie schon jetzt sagen. Als Pastorenpaar werden sie sich die Aufgaben teilen. Dabei wollen sie sich auch ihren ganz unterschiedlichen Vorlieben widmen: Für Philipp Busch ist dies unter anderem der Gemeindebrief, für den er auch in seinem früheren Einsatzort verantwortlich war. Seine Frau freut sich unter anderem auf den Einsatz im Midlumer Kindergarten und kann sich gut vorstellen, bei weiteren Maßnahmen zum Erhalt des Friesendomes aktiv zu werden. "Solche Bauarbeiten sind ganz ihr Ding", weiß Ehemann Philipp Busch zu berichten.

Ganz privat freut sich das Pastorenpaar auf zukünftige Radtouren über die Insel und Kirsten Hoffmann-Busch träumt außerdem vom Einsatz im Garten hinter dem Pastorat.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen