Wyk : Die Trennung ist vorerst vom Tisch

 Das Werkzeug kann auf der Insel bleiben: Die Seiteneinstiege funktionieren und die Firma behält den Auftrag. Foto: psz
Das Werkzeug kann auf der Insel bleiben: Die Seiteneinstiege funktionieren und die Firma behält den Auftrag. Foto: psz

Seit gut einer Woche funktionieren die Seiteneinstiege und das ausführende Unternehmen erfüllte alle Nachbesserungs-Auflagen

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13. April 2013, 08:22 Uhr

Wyk | Die Seiteneinstiege in Dagebüll, Wyk und Wittdün werden auch weiterhin von der ausführenden Firma betreut. Das teilte der Leiter des Wyker Hafenbetriebes, Ulrich Koch, gestern mit, nachdem die letzte Frist, die der Firma gestellt wurde, um 10 Uhr abgelaufen war. Alle Auflagen, die mit dem Ultimatum verbunden waren, seien von dem im nordrhein-westfälischen Stemwede-Niedermehnen ansässigen Unternehmen erfüllt worden, berichtete Koch, der schließlich in Absprache mit dem Chef der Dagebüller und Wittdüner Häfen, Norbert Gades, die Entscheidung pro Firma traf. Zwei Aussetzer habe es gegeben, so der Wyker Hafenchef, einen technischen Fehler, der sofort behoben worden sei, und einen weiteren, dem auch ein Bedienungsfehler zugrunde gelegen haben kann, "der Firma also aus Fairnessgründen nicht angelastet werden sollte."

Eine gute Woche ist es her, dass sich Hafenbetrieb, Reederei, Planungsbüro und ausführendes Unternehmen zu einem letzten Krisengespräch getroffen hatten. Es galt, eine mehr als ein Jahr andauernde Pannenserie aufzuarbeiten, deren vorläufiger Höhepunkt die Osterfeiertage gewesen waren, als die Seiteneinstiege mit immer neuen Problemen für Unmut bei den Gästen gesorgt hatten, bei dem Geschäftsführer der Wyker Dampfschiffs-Reederei, Axel Meynköhn, den Geduldsfaden reißen und bei Ulrich Koch den Gedanken aufkeimen ließen, dass eine Trennung von der Stahlbaufirma der richtige Weg sein könnte.

Von einem Schlussstrich hatte Koch gesprochen, der irgendwann gezogen werden müsse. Ein Schritt, den er und Gades vermeiden wollten, um eine Zeit und Geld kostende gerichtliche Auseinandersetzung zu vermeiden. Unglücklich ist Ulrich Koch deshalb über die Entwicklung nicht, der gleichwohl betont, dass das Damoklesschwert auch weiterhin über dem Unternehmen schwebe. "Sollte es erneut zu größeren Pannen und lange anhaltenden Ausfällen der Anlagen kommen, wird dem Unternehmen gekündigt", machte der Hafenbetriebschef deutlich, dass man nicht noch einmal soviel Geduld aufbringen werde.

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