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Tolle Anerkennung : Die Tiere stehen im Mittelpunkt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Seit Jahrzehnten engagiert sich Karl-Heinz-Frädrich für Haus- und Nutztiere: Nun wurde er vom Landestierschutz-Verband geehrt.

Eine besondere Würdigung seiner Verdienste wurde dieser Tage Karl-Heinz Frädrich zuteil: Im Rahmen einer Vorstandssitzung des Landestierschutzverbandes Schleswig-Holstein (LTV) wurde der Föhrer zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt. Anlass seien Frädrichs Verdienste um den Tierschutz im Land, sagte der LTV-Vorsitzende Wolfram Hartwich in seiner Laudatio.

Dank und Anerkennung zugleich soll die Ehrung ausdrücken, so Hartwich weiter, für die 21-jährige engagierte Mitarbeit im LTV. Hier war Karl-Heinz Frädrich seit 1994 Mitglied des Vorstandes; während der gut zwei Jahrzehnte war er zudem Leiter des Referates „Landwirtschaftliche Nutztierhaltung“ im Vorstand des LTV. Hervorragende nicht nur landwirtschaftliche Kenntnisse und Erfahrungen bescheinigte der Vorsitzende dem so Geehrten. Mit denen er dem LTV stets mit Rat und Tat zur Seite gestanden und damit wesentlich zu einer erfolgreichen Arbeit des Verbandes beigetragen habe.

Karl-Heinz Frädrich wird die lobenden Worte mit einem weinenden und einem lachenden Auge gehört haben, denn für ihn war diese Veranstaltung auch ein Abschied: Er wird keine Aufgaben mehr im LTV übernehmen. Nunmehr als Mitglied des erweiterten Vorstandes habe er allerdings die Berechtigung, an allen Sitzungen und sonstigen Veranstaltungen stimmberechtigt teilzunehmen, ließ Hartwich die Anwesenden wissen. Der zudem die Hoffnung äußerte, den Geehrten weiterhin im Bedarsfall zu bestimmten Themen, insbesondere im landwirtschaftlichen Bereich, um Rat fragen zu können.

Versüßt wurde dem frisch gekürten Ehrenmitglied der Abschied nicht nur mit der Zusicherung, künftig beitragsfreies Mitglied im LTV zu sein. Vielmehr sei Karl-Heinz Frädrich ein Gourmet, verriet Wolfram Hartwich, weshalb er im Namen des Verbandes einen ansehnlichen „Fresskorb“ überreichte.

„Die Ehrung durch den Landesverband ist die Krönung meiner sehr gern geleisteten Arbeit“, war Frädrich sichtlich bewegt, der nach eigenen Worten mit Ehrenämtern groß geworden ist. So hatte er vor mehr als 50 Jahren die Leitung des Tierschutzvereins Föhr übernommen und diesen in der Folge als Vorsitzender geführt. Wie lange es den insularen Verein noch geben wird, stehe allerdings in den Sternen. Es fehle an Nachwuchs, die Mitglieder seien zu alt, und die finanziellen Belastungen – etwa für die Unterbringungsmöglichkeiten für Fundtiere – seien kaum zu leisten. Dazu komme, dass auf der kleinen Insel neben dem Tierhuus für einen zweiten Tierschutzverein keinen Platz sei.

Anders als heute das Tierhuus, sei der von ihm geführte Verein überwiegend für Haus- und Nutztiere zuständig gewesen. „Die Frage des Tierschutzes wurde früher anders gehandhabt und die Seehundjagd war noch erlaubt.“ Ausdrücklich lobt Karl-Heinz Frädrich die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Flensburg. „Der hatte sich gegen eine finanzielle Beteiligung verpflichtet, uns die Fundtiere, die nicht zurückgegeben oder neu vermittelt werden konnten, abzunehmen.“ Eingefordert worden sei diese Verpflichtung in den vergangenen fünf Jahrzehnten allerdings nur einmal, so Frädrich. Lediglich an einen Hund könne er sich erinnern, „den ich nicht wieder zu seinem Herrchen bringen konnte“.

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erstellt am 16.Okt.2015 | 18:00 Uhr

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