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abriss beschlossen : Die Tage der Kurverwaltung sind gezählt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die alte Amrum-Touristik in Wittdün ist nach dem jetzt beauftragten Rückbau bald Geschichte. Bereits am kommenden Montag, 7. April, soll mit den vorbereitenden Arbeiten für den Rückbau begonnen werden.

Die alte Amrum-Touristik in Wittdün ist nach dem jetzt beauftragten Rückbau bald Geschichte. Bereits am kommenden Montag, 7. April, soll mit den vorbereitenden Arbeiten für den Abriss begonnen werden.

Geschichte ist damit auch die ursprüngliche Absicht, mit den Arbeiten nach den Osterfeiertagen zu beginnen. Ausschlaggebend war ein Ortstermin mit dem Unternehmer, bei dem deutlich wurde, dass die Arbeiten unter dem Gesichtspunkt der bevorstehenden Saison vorangetrieben werden müssen, berichtete Bürgermeister Jürgen Jungclaus. Am Montag wird die Baustelle mit einem Bauzaun gesichert und die Zuwegung zur Nordseehalle, in der auch die Schutzstation Wattenmeer ihre Ausstellung präsentiert, wird durch den Kurpark erfolgen.

„Das Gebäude ist mittlerweile eine echte Gefahr“, hatte Jürgen Jungclaus bei dem Ortstermin festgestellt. Fensterstürze und die Fassade sind baufällig, Fenster und Bedachung geben eine traurige Figur ab und im Inneren hatte vor Jahren ein gewaltiger Wasserrohrbruch dem Baukörper stark zugesetzt.

Die Amrum-Touristik Wittdün zog im Juni 2007 mit der Verwaltung in das Amrum-Badeland und mit dem Informationsservice in das Gebäude der Wyker Dampfschiffs-Reederei. Das Gebäude wurde bis zur gänzlichen Räumung allerdings nicht vollends geschlossen. Neben dem Sitzungsraum, der für Versammlungen des Gemeindegremiums genutzt wurde, beherbergte das ehemalige Lesezimmer noch das Kinderprogramm „Schatzkiste“. Beides wurde ebenfalls ins Amrum-Badeland verlegt. Das Licht machten dann die Mitarbeiter der Schutzstation Wattenmeer, die im Obergeschoss des Gebäudes noch Wohnräume nutzten, aus. Nach deren Umzug in das Dachgeschoss des ehemaligen Thalassozentrums wurde das Gebäude gesichert und von den Versorgungsleitungen getrennt.

Auftragnehmer Jörg Petersen schätzt, dass er rund vier Wochen für den Rückbau des Gebäudes brauchen wird. „Heutzutage werden alle Bestandteile während eines Abrisses sortenrein getrennt“, so Petersen.

Damit wickelt die Gemeinde den ersten Schritt zur Weiterverwendung des Grundstückes ab. Auf dem Gelände, auf dem sich noch die Nordseehalle, die voraussichtlich im nächsten Jahr abgerissen werden soll, befindet, wird nach derzeitiger Planung ein genossenschaftliches Wohnbauprojekt verwirklicht.

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