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Seiteneinstiege : Die Pannenserie nimmt kein Ende

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Pünktlich zu Ostern hat die Dagebüller Rampe wieder versagt. Eine Reparatur war erst gestern möglich.

Die Technik des Fußgängerportals am Hafen Dagebüll konnte sich keinen ungünstigeren Zeitpunkt aussuchen: Ausgerechnet zum Feiertagsverkehr hat sie ihren Dienst quittiert – mit negativen Auswirkungen auch auf den Betrieb in den Häfen von Wyk und Wittdün.

„Wir hatten Großkampftage, an denen wir jeden Platz auf dem Autodeck brauchten“, ärgert sich der Geschäftsführer der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR), Axel Meynköhn, dass dort eine Gasse für Fußgänger freigehalten werden musste. Die Besatzungen von „Uthlande“ und „Schleswig-Holstein“ bekamen einigen Ärger von Passagieren ab, die – bepackt mit Koffern und Taschen – über das Autodeck geleitet wurden, anstatt die Schiffe über die Fußgängerbrücke zu verlassen.

Die Hafengesellschaft Dagebüll hätte sich bemüht, den Schaden umgehend zu beheben, doch erst nach Ostern sei eine Reparatur möglich gewesen, berichtet Meynköhn und äußert sein Unverständnis darüber, dass der Hersteller der Seiteneinstiege die Störung nicht schneller beseitigt habe. „Wir reden hier nicht über ein privates Spielzeug der Reederei“, so der WDR-Chef. Nur durch den Einsatz der beiden Großfähren, die eine um zwanzig Pkws höhere Ladekapazität haben, könnte der Ansturm zu den Hauptabfahrtszeiten bewältigt werden. „Wir sind attraktiver geworden und das ist auch den Seiteneinstiegen und der dadurch möglichen Trennung der Fußgänger vom Fahrzeugverkehr zu verdanken“, betont er.

„Die Störung am Sonntag wurde durch den Ausfall des Wegemess-Systems, das den Synchronbetrieb der vier Hydraulikzylinder des Portals überwacht, verursacht“, erklärt Dagebülls Hafenmeister Timo Kiekow. Ein mechanisches Problem habe zwar selbst behoben werden können. Doch auch in der Elektronik, so Kiekow, „war der Wurm drin“. Und dieser Schaden habe nicht repariert werden können. „Wir haben zwar ein Sortiment an Ersatzteilen vorrätig, doch leider nicht das benötigte Teil“, so der Hafenmeister. Das traf zusammen mit einem Monteur erst gestern in Dagebüll ein.

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