Die Meeressäuger und der Plastikmüll

Die Teilnehmer am Symposium hörten interessante Vorträge.  Foto: ib
Die Teilnehmer am Symposium hörten interessante Vorträge. Foto: ib

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08. Oktober 2012, 03:59 Uhr

Wyk | Für Janine Bahr und André van Gemmert hatte sich die zweijährige Vorbereitungszeit gelohnt, die zu ihrem mittlerweile dritten Wildtiersymposium 65 nationale und internationale Teilnehmer im Kurgartensaal begrüßen konnten. Tierärzte, Biologen, Tierpfleger sowie Studenten und viele Interessierte ließen sich zu Themen rund um die Meeressäuger in den Weltmeeren und speziell der Nordsee informieren. Zahlreiche Referenten aus Deutschland und den Niederlanden förderten mit interessanten Vorträgen den anschließenden fachlichen Austausch. "Gerade das Spektrum der Vorträge über das Verhalten der Robben zeigt das große Interesse an unserer Arbeit", so Bahr, die sich über viele positive Rückmeldungen freute und abschließend befand, der Vorbereitungsstress habe sich gelohnt.

Großen Raum nahm die unaufhaltsame Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikabfälle ein. Mahnende Bilder von Meeressäugern, in deren Körper jede Art von Plastikstoffen gefunden wurden, machten eine reale Bedrohung der Meere deutlich, die in der Öffentlichkeit bisher kaum diskutiert wird.

Tourismus-Chef Armin Korok machte als Hausherr seine Aufwartung und Wyks Bürgermeister Heinz Lorenzen begrüßte die Teilnehmer. Die hatten sich bereits am Vorabend im Robbenzentrum kennengelernt - im Rahmen eines Sekt-Empfangs und angereichert um eine Gesangseinlage von Birke Buchhorn-Licht und einem Auftritt der Wyker Trachtengruppe. Eine Inselrundfahrt und eine Tour zu den Seehundsbänken rundeten den Aufenthalt der Tagungsteilnehmer schließlich ab, deren Nachfrage nach einer Neuauflage des Symposiums groß war, wie Bahr berichtete. "Die wird es gewiss geben, aber der aufwändigen Vorbereitungen wegen sicher nicht im kommenden Jahr."

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