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prominenter besuch : Die Kompetenzen sinnvoll bündeln

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer besuchte erstmals Amrum und verschaffte sich einen Überblick über die Belange der Insel. Darüber hinaus lobte Meyer die gut funktionierende Amrum-Touristik.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2013 | 10:00 Uhr

Erneut konnte mit Reinhard Meyer (SPD), Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein, Politprominenz aus dem Kabinett der Landesregierung auf Amrum begrüßt werden.

„Wir freuen uns, dass Reinhard Meyer unserer Einladung gefolgt ist“, begrüßte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Carl Hermann Klüßendorf, den Gast. Zu dessen Fachgebiet auch das Ressort Tourismus gehört, das ihm nach eigenem Bekunden sehr am Herzen liegt. „Wir möchten, dass auch Menschen hinter Kassel wissen, das man im Bundesland zwischen Nord- und Ostsee hervorragend Urlaub machen kann.“

Leider sei der positive Deutschlandtrend im Tourismus nicht in Schleswig-Holstein und insbesondere nicht an der Nordsee zu verbuchen. Amrums Tourismus-Chef Frank Timpe bestätigte die stagnierende Entwicklung, aus der sich auch für Amrum nach noch zwei antizyklischen Jahren ein kleines Minus abzeichnen würde.

Qualität sei eine der Voraussetzungen, um den erreichten Stellenwert bei den Gästen zu halten. Diesem Anspruch will man auf Amrum gerecht werden und hat schon vor Jahren infrastrukturelle Entwicklungskonzepte auf den Weg gebracht. Zudem gehöre die Bindung von Fachkräften, die hier möglichst eine dauerhafte Heimat finden sollen, zu den Bestrebungen der Kommunalpolitiker.

Bei seinen kurzen Besuchen verschiedener touristischer Einrichtungen verschaffte sich Minister Reinhard Meyer, der zum ersten Mal auf Amrum war, einen Überblick. Auch über noch anstehende Projekte, die jeweils eine finanzielle Herausforderung für die betroffene Gemeinde darstellen.

Wittdüns Bürgermeister Jürgen Jungclaus äußerte seine Besorgnis über die anstehende Gesetzesänderung der Landesregierung zur Reglung des kommunalen Finanzausgleichs. Nach derzeitigen Rechenmodellen bedeute dies für die Kommunen auf Amrum ein deutliches Minus. „Die Gelder fehlen dann wiederum für wichtige Investitionen.“

Den richtigen Weg, dem zu begegnen, sieht Meyer in der Bündelung der Kompetenzen und dem Betreiben lokaler Tourismusorganisationen. Auf der Insel funktioniere das in Form der Amrum-Touristik hervorragend. „Außendarstellung, gemeinsames Marketing und die Durchführung der Veranstaltungen zeichnen die Organisation aus“, so Meyer.

Am Beispiel Föhr, wo diese Gemeinsamkeit gerade vor dem Auseinanderbrechen stand, machte der Wirtschaftsminister fest, dass die Landesregierung solche Vorgaben bei Förderanträgen in das Vergabeverfahren einbeziehe. Ein ablehnender Bescheid sei dabei durchaus denkbar.

Bürgermeister Jungclaus betonte die Wichtigkeit, den Gästen bezüglich ihrer Anreise Planungssicherheit zu bieten. Hier konnte Minister Meyer keine konkreten Aussagen machen. Lediglich die Aufstockung des Budgets für den Straßenausbau und dessen Erhaltung könne Hoffnung machen.

 

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