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Blanker Hans : Die Kalkung hat sich bewährt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das Gras wächst in Oldsum deutlich besser. Die Deichschau bescheinigt den Föhrer Küstenschutzbauwerken einen wehrhaften Zustand.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2015 | 10:15 Uhr

„Die Föhrer Deiche sind, wie eigentlich immer, gut im Schuss“. Dieses Fazit konnte Dr. Hark Ketelsen, Geschäftsführer des Deich- und Sielverbandes Föhr, nach der Herbst-Deichschau ziehen. Zu diesem routinemäßigen Kontrollgang hatten sich Vertreter aller relevanten Organisationen von der Insel und vom Festland versammelt, und sie nahmen die einzelnen Deichabschnitte genau unter die Lupe. Die Schutzwälle sind wehrhaft und in gutem Zustand, und auch die Grasnarbe ist fast überall hervorragend.

Der einzige wunde Punkt beim Grasbewuchs ist binnendeichs auf dem rund zwei Kilometer langen Abschnitt im Osten des Schöpfwerkes Oldsum. Dieser Bereich wurde im Jahre 2010 verstärkt, wobei alter Kleiboden aus der Tiefe verwandt wurde. In Folge von chemischen Reaktionen ist der pH-Wert im Boden sehr niedrig, was dazu führt, das in diesem sauren Bereich die Grassamen nicht keimen können. Doch nach Einschätzung von Hark Ketelsen haben die Düngung und Kalkung des Bodens zu einer deutlichen Verbesserung geführt. „Der Anteil der Stellen ohne Grasnarbe dürfte grob geschätzt bei weniger als zehn Prozent liegen“, schätzt der Geschäftsführer des Deich- und Sielverbandes. Der Deichabschnitt soll auch weiterhin gedüngt und gekalkt werden, um den pH-Wert im Boden anzuheben und die Qualität der Grasnarbe weiter zu verbessern.

Zum Schöpfwerk Oldsum erfuhren die Teilnehmer der Herbst-Deichschau, dass die Versandung der seeseitigen Auslaufkammern eine regelmäßige Sandentnahme im nach Westen anschließenden Strandbereich nötig macht. Der Sand stamme vom Strandwallsystem am Sörenswai. Da diese Maßnahme aber genehmigungspflichtig ist, soll deshalb mit der unteren Naturschutzbehörde Kontakt aufgenommen werden.

Die Teilnehmer der Deichschau mussten im Bereich von Oevenum konstatieren, dass der Zustand des Vorlandes unverändert schlecht ist. Das Protokoll der Begehung hält fest, dass dort im kommenden Jahr aufgestockt und nachgepackt werden sollte.

Bei der diesjährigen Schau wurde der Greveling-Deich nicht besichtigt. Dieser Asphaltdeich, so die Einschätzung von Hark Ketelsen, sei nachdem in der Vergangenheit einige Löcher geflickt wurden, eigentlich „bombensicher“.

Die geplante Verstärkung des Deiches zwischen Dunsum und Utersum wurde dieses Mal nicht angesprochen, da kein Vertreter von der Neubauabteilung des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) an dem Kontrollgang teilnahm.

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