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Herbst-Deichschau : Die Insel Föhr ist winterfest

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Unmittelbar nach dem schweren Orkan wurden die Föhrer Küstenschutzbauwerke inspiziert. Auf dem neuen Toftumer Deich wächst endlich Gras. Die Abbrüche an der Kleientnahmestelle im Midlumer Vorland sollen beobachtet werden.

„Wir haben richtig Glück gehabt, dass der Sturm und das Hochwasser der Nordsee zu unterschiedlichen Zeitpunkten kamen“, zeigte sich Alfred Mordhorst einen Tag nach dem verheerenden Orkan „Christian“ bei der Herbstdeichschau auf Föhr mit dem Zustand der Küstenschutzbauwerke zufrieden. Allerdings hat der Sturm im Bereich Oevenum Spuren hinterlassen. Dort blockieren umgestürzte Bäume den Deichverteidigungsweg. „Hier müssen wir etwas tun. Der Restbestand der Bäume muss durchforstet und gegebenenfalls müssen hohe Pappeln entfernt werden“, so der Baubetriebsleiter des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN). Nur so könne die Funktionsfähigkeit des Weges im Katastrophenfall gewährleistet sein.

Zu Beginn der Sichtung machte Michael Heinrichs vom LKN die zwei besonderen Aspekte einer Deichschau deutlich. Zum einen wolle der Landesbetrieb Rechenschaft darüber geben, was im abgelaufenen Jahr passiert ist, zum anderen diene die Sichtung neuralgischer Punkte der Vorbereitung auf einen möglichen Ernstfall.

Im Bereich der Gemarkung Boldixum bemängelten die Schauteilnehmer von der Insel, dass die Arbeiten zur Verbesserung des Treibselabfuhrweges in der Maßnahmenliste des LKN bis 2020 nicht vorgesehen sind. Zufrieden war man allerdings mit den Fortschritten bei der Begrünung des neuen Deichabschnitts im Bereich Toftum. „Um die Übersäuerung des Bodens zu verringern, haben wir in diesem Jahr Massen von Kalk aufgebracht“, erklärte Mordhorst. Im Vorland von Midlum, im Bereich der ehemaligen Kleientnahmestelle, registrierten die Schauteilnehmer weitere Abbrüche. Man war sich einig, das weiter zu beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten. In Dunsum kündigten Mordhorst und Heinrichs an, dass die Instandhaltung bei der Planung der nächsten Deichverstärkung berücksichtigt wird.

Am Strand in Utersum regten die Föhrer Teilnehmer an, bei künftigen Planungen über Deichverstärkungen frühzeitig informiert zu werden. Von einer zeitnahen Sandvorspülung in Utersum waren alle überzeugt. „Wir gehen zuversichtlich in den Winter, der Baubetrieb hat seine Arbeit gut gemacht“, machten die beiden Fachleute vom LKN deutlich. Diese Zuversicht wurde am Ende der Sichtung von den anderen Schauteilnehmern geteilt.

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erstellt am 31.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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