Föhr – bedrohte Idylle : Die Gefahren des Fracking aufzeigen

Ist im Auftrag der Nürnberger Greenpeace-Gruppe mit Kamera und Fotoapparat unterwegs: Max Schweiger.
Ist im Auftrag der Nürnberger Greenpeace-Gruppe mit Kamera und Fotoapparat unterwegs: Max Schweiger.

Der Nürnberger Nachwuchs-Filmer Max Schweiger will mit einem Film vor den Risiken dieses umstrittenen Verfahrens zur Gewinnung von Erdgas im Untergrund warnen.

shz.de von
02. Mai 2015, 13:15 Uhr

„Die Insel Föhr ist eine Idylle, die aber auch bedroht ist.“ Der junge Nürnberger Nachwuchs-Filmer Max Schweiger weiß, wovon er redet. Schließlich verbrachte er seit seiner Kindheit gemeinsam mit der Familie die Ferien regelmäßig im Wyker Haus Rothtraut und lernte die Inselnatur schon früh schätzen.

Doch Max Schweiger ist sich auch der Gefahren bewusst, der nicht nur die Insel durch Projekte wie Fracking ausgesetzt sein könnte. Denn dieses umstrittene Verfahren zur Gewinnung von Erdgas im Untergrund ist noch nicht vom Tisch. Als Mitglied der Nürnberger Gruppe von Greenpeace wurde er schon früh mit den Problemen des Umweltschutzes konfrontiert. „In unserer Gruppe entstand die Idee, einen etwa fünf- bis zehnminütigen Film zu drehen, der dann in den Kinos als Vorfilm gezeigt werden könnte.“ Für den passionierten Filmer Schweiger war sofort klar, dass er für die Landschaftsaufnahmen nach Föhr fahren wird.

Diese, Eindrücke von Ebbe und Flut und typische Aspekte des Ökosystems, hat er inzwischen im Kasten. Dankbar ist er dabei besonders über die Hilfe von Matthias Feldhoff, der ein freiwilliges ökologisches Jahr bei „Elmeere“ absolviert und ihm Natureinblicke verschaffte, die er normalerweise nicht gefunden hätte.

Zwar war der junge Nürnberger bei seinen Aufnahmen als Einzelkämpfer unterwegs. Doch die Fertigstellung des Videos wird ein Gemeinschaftsprodukt, wobei es vor allem darum geht, mit Hilfe von Grafiken die Technik des Fracking und besonders dessen Gefahrenpotenzial auch für das Trinkwasser darzustellen.

Geplant ist die Fertigstellung des Videos im August, und Max Schweiger hofft, möglichst viele Kinos für die Vorführung gewinnen zu können.

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