zur Navigation springen

Brar und Beate Nissen : Die Friesin und der Präsident

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die „Menschen des Jahres 2013“ haben eine ereignisreiche Zeit hinter sich – und teilweise noch vor sich.

Angefangen hat alles im vergangenen Herbst mit einem Anruf der Redaktion des Insel-Boten und der Frage, ob Beate und Brar Nissen an der Wahl zum Menschen des Jahres teilnehmen wollten. Der Föhrer DLRG-Vorsitzende und die Jugendwartin der DLRG wollten – und wurden prompt von den IB-Lesern zu den Menschen des Jahres 2013 der Inseln Föhr und Amrum gewählt. Damit hatten sie sich für den Landesentscheid qualifiziert – und siegten erneut. Ministerpräsident Torsten Albig überreichte ihnen Ende Januar die Siegerurkunde. „Das war ein total ergreifender Moment“, erinnert sich Beate Nissen.

Und Auftakt für ereignisreiche Monate. Immer wieder wurden die beiden seither auf ihre ehrenamtliche Arbeit für die Rettungsschwimmer angesprochen. „Wir haben viele Gespräche geführt, viele Leute wissen jetzt, was wir bei der DLRG machen“, berichtet Brar Nissen. Sein sehnlichster Wunsch habe sich allerdings bisher noch nicht erfüllt, nämlich der, dass die DLRG endlich ein festes Domizil findet, in dem Fahrzeug und Gerätschaften untergebracht werden können und es einen Gruppenraum gibt, in dem die Jugendarbeit noch ausgeweitet werden kann.

Dafür aber landete im Sommer ein hochoffizieller Umschlag im Briefkasten der Nissens, aus edlem Papier und mit Goldprägung: Bundespräsident Joachim Gauck lud die beiden Ehrenamtler von der Insel zu seinem Bürgerfest ein. „Ich dachte erst, das ist ein Fake“, erinnert sich Beate Nissen. War es aber nicht, und so machten die beiden sich auf in die Hauptstadt, fanden sich pünktlich am Schloss Bellevue ein und durften es sich, nachdem sie strenge Sicherheitskontrollen passiert hatten, zusammen mit vielen anderen Ehrenamtlern und Künstlern gut gehen lassen, feiern und den Amtssitz des deutschen Staatsoberhauptes besichtigen.

Beate Nissen hatte sich für diesen Anlass besonders schick gemacht und trotz der sommerlichen Hitze ihre Friesentracht angelegt. Damit sah sie nicht nur toll aus, sondern fiel auch auf – nicht nur anderen Festbesuchern, sondern auch dem Präsidenten, der gleich auf die schmucke Friesin zuging. Man kam ins Gespräch und Beate Nissen kam sogar zu einem Foto zusammen mit Joachim Gauck. „Ich habe ihn frech danach gefragt“, berichtet sie. „Brar hat an diesem Tag die DLRG präsentiert, ich die Insel“, erzählt sie, dass sie selbst für viele Festgäste zum Fotomotiv wurde.

Dabei waren Beate und Brar Nissen nicht die einzigen Föhrer, die an diesem Tag beim Bundespräsidenten zu Gast waren. Als die beiden übers Festgelände flanierten, wurden sie plötzlich von einem Wyker angesprochen, den sie erst wenige Tage zuvor in ihrem Laden gesehen hatten: Konstantin Rethwisch. Der Stanfour-Sänger stand mit dem Komiker Olli Dittrich zusammen. Die beiden hatten sich gerade über Trachten unterhalten, als – wie bestellt – Beate Nissen in der Festtagstracht von Rethwischs Heimatinsel vorbeikam.

Brar und Beate Nissen, die an den Empfang beim Bundespräsidenten noch einen kleinen Urlaub in der Hauptstadt angehängt hatten, sind noch ganz erfüllt von dem, was sie im Schloss Bellevue erlebt haben – den interessanten Menschen, dem tollen Musikprogramm, der großzügigen Bewirtung und dem beeindruckenden Feuerwerk. Doch kaum aus Berlin zurück, können sie schon wieder ans Koffer packen denken. Denn den beiden schleswig-holsteinischen Menschen des Jahres steht ein weiterer Termin bevor: Brar und Beate Nissen wurden zum Festgottesdienst und Festakt am Tag der Deutschen Einheit in Hannover eingeladen. Da werden sie den Bundespräsidenten wieder sehen. „Und vielleicht auch Frau Merkel“, ist Beate Nissen schon wieder voller Vorfreude.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Sep.2014 | 14:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen