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neubaugebiet in wyk : Die ersten Baumaschinen sind angerollt

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Es geht derzeit lebhaft zu am Kortdeelsweg: Nach rund dreijähriger Vorbereitungs- und Planungszeit haben die Erschließungsarbeiten für das neue Wohngebiet begonnen.

Es geht derzeit lebhaft zu am Kortdeelsweg: Nach rund dreijähriger Vorbereitungs- und Planungszeit haben die Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet begonnen. Zuvor hatte die Vermessung der Straßenkörper stattgefunden, deren Markierungen den Tiefbauern nun als Orientierung dienen.

Nachdem ein Knickwall auf Verlangen der Naturschutzbehörde von der Mitte ans östliche Ende des Gebietes versetzt worden war, konnten die Erdarbeiten beginnen. Derzeit wird der Mutterboden aus den künftigen Straßenbereichen entnommen und mittels einer Siebanlage für die Lagerung und spätere Wiederverwertung getrennt. Im weiteren Verlauf werden die Straßen ausgekoffert und die Kanäle für die Versorgungsleitungen wie Gas, Telekom, Strom und Wasser gelegt. Arbeiten, die erst im westlichen und anschließend im östlichen Teil des Baugebietes erfolgen. Denn anders als von Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen stets betont, wird der ganze Bereich erschlossen. „Es ist das gesamte Gebiet ausgeschrieben“, betont Bauamtsmitarbeiter Thomas Pielke. „nur das ergibt aus Kostengründen einen Sinn“.

Die nun begonnenen Arbeiten sind ein erster Schritt, vom Fachmann Zwischenausbau genannt. Dabei werden die Straßen in ihrem klassischen Aufbau komplett hergestellt, allerdings ohne Pflasterung und mit provisorischen Straßenlaternen versehen. Hintergrund: Die Oberflächen der Straßen sollen nicht unter den späteren Bautätigkeiten der künftigen Anwohner leiden. Erfahrungen, die in der Vergangenheit gemacht wurden, als Absackungen registriert, Straßenpflaster zerbrochen und Borde angeschlagen wurden. „Die Enderschließung kommt erst“, so Pielke, „wenn der größte Teil der Häuser gebaut ist“. Laut Ausschreibung soll die erste Etappe Anfang September beendet sein. 1,6 Millionen Euro sind dafür eingeplant, für die zweite kommen noch einmal 750  000 Euro dazu.

Auf die Siebanlage wartet noch ein weiterer Einsatz. Denn angrenzend an den Fehrstieg waren zwischen der neuen Erschließungsstraße und der westlichen Bebauung in einer früheren Müllkippe Reste von Aspalt, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK-Stoffe), gefunden worden. Nur vielleicht ein Problem, denn je nach Schadstoff-Klassifizierung darf PAK-belastetes Material gefräst und wieder eingebaut werden, so Pielke. Noch wisse man nicht, was man vorfinde, „die Möglichkeiten gehen von unbelastetem Boden bis hin zu wenig belastetem, der wieder genutzt werden darf, und stark belastetem Untergrund, der abtransportiert werden muss“.

In jedem Fall werden die Grundstücke am Ende altlastenfrei sein, wird eine Sanierung überall dort erfolgen, wo Straßen entstehen und Häuser gebaut werden. Zugrunde liegt eine Sondierung, die naturgemäß ungenau ist. Weshalb die Menge, die letztlich abgefahren werden muss, noch nicht beziffert werden kann. Überwacht wird das gesamte Prozedere von einem von der Stadt beauftragten Bodengutachter, der die Ergebnisse zudem für den Kreis Nordfriesland dokumentiert.

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erstellt am 11.Mär.2015 | 09:00 Uhr

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