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Auf Föhr : Die Deiche sind gut durch den Winter gekommen

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ein Sorgenkind bleibt der Oldsumer Deich. Dort ist der Boden zu sauer und das Gras will immer noch nicht sprießen.

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2017 | 16:45 Uhr

„Die Föhrer Hochwasser-Schutzwälle sind in einem wehrhaften Zustand“. Zu dieser Einschätzung gelangten die Teilnehmer der Frühlings-Deichschau, an der Vertreter des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), des Föhrer Deich- und Sielverbandes sowie des Nationalparkamtes teilnahmen.

„Die Deiche waren im vergangenen Winter nur wenigen Stürmen ausgesetzt“, erklärte Dr. Hark Ketelsen, Geschäftsführer des Deich- und Sielverbandes, im Anschluss an die Bereisung entlang der Schutzdeiche. Der Oldsumer Deich im Bereich des Schöpfwerkes bleibt weiterhin ein Sorgenkind. Zwar ist die Grasnarbe außendeichs geschlossen, doch musste dort ein zunehmender Moosbewuchs festgestellt werden. „Moos ist ein Hinweis auf sauren Boden“, so Ketelsen. Unbekannt ist dieser Zustand nicht, will doch das Gras binnendeichs aus diesem Grund auch nicht so wachsen, wie es eigentlich gewünscht ist. Auf diesen Zustand soll mit vermehrtem Kalken reagiert werden, um so den pH-Wert des Bodens in die gewünschte Richtung zu bewegen. „Die Sicherheit des Deiches ist in keiner Weise beeinträchtigt“, betont der Geschäftsführer des Verbandes.

Die Lahnungen zwischen Wrixum und Oevenum sind lückig. Dies ist ein weiteres Ergebnis der Frühjahrsdeichschau. Auch dies sei kein alarmierender Zustand, heißt es weiter. Die Lahnungen sollen nun wieder erneuert werden.

Halt machten die Deich-Fachleute auch beim neuen Treibsellagerplatz am Midlumer Deich. Zwar hat diese mit großem Aufwand erstellte Fläche nicht direkt etwas mit der Deichschau zu tun, doch interessierten sich die Fachleute für deren Nutzung. Im Laufe des Winters sind nach Mitteilung von Ketelsen rund 1000 Kubikmeter Treibsel am Deich gesammelt, geschreddert und auf dem Sammelplatz gelagert worden. Bereits jetzt habe sich dieses Schreddergut in „1-A-Kompost“ verwandelt, der unter anderem zum Füllen von Deichlücken verwandt werden soll.

Die Tour rund Föhr schloss am Greveling-Deich ab, der vor einigen Jahren mit zusätzlichem Asphalt versehen wurde und keinen Anlass für Sorgen bietet.

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