Wyk : Die Bären und der Klimawandel

Das Schicksal der Eisbären berührt.
Das Schicksal der Eisbären berührt.

Drei Naturfilme an einem Morgen: Am Dienstag ist die Green-Screen-Matinee im Wyker Kino.

shz.de von
20. August 2018, 08:00 Uhr

Für Tier- und Naturfreunde sind diese Kino-Vormittage stets ein Höhepunkt: Seit 2012 macht das Eckernförder Naturfilmfestival Green Screen jedes Jahr im August Station auf Föhr. Auf der großen Leinwand des Wyker Kinos werden dann an einem Vormittag die drei Filme gezeigt, die im Rahmen des Festivals für den Publikumspreis des Schleswig-Holstenischen Zeitungsverlags (sh:z) nominiert wurden. Das Publikum kann dann auf einer Stimmkarte seinen Favoriten ankreuzen. Morgen, Dienstag, um 10 Uhr beginnt die diesjährige Greenscree-Matinee. Dann geht es um den Kleinen Panda, um die grandiose Natur des Tessin und um eine Eisbärfamilie.

In „Auf Wiedersehen Eisbär“ erzählt der Norweger Asgeir Helgestad einfühlsam und anrührend, wie wundervoll und zerbrechlich die eisige Welt der Arktis ist. Im Jahr 2013 begegnet Asgeir zwei kleinen Eisbären und ihrer Mutter, in den nächsten vier Jahren sucht er immer wieder nach ihnen. Doch der Klimawandel sorgt für dramatische Änderungen im Lebensraum der Eisbären. Das Eis schmilzt in extremem Tempo dahin. Fjorde, die einst monatelang von einer Eisdecke überzogen waren, sind nun eisfrei. Mit dem Rückgang des Eises verschwinden die Ruheplätze und Kinderstuben der Robben und mit ihnen die Nahrungsgrundlage der Eisbären. Noch zeigt sich die eisige Natur Spitzbergens in überwältigender Schönheit. Magisch erleuchten Mond, Sterne und Polarlichter die langen Winternächte. Nach vier langen Monaten zeigt sich die Sonne wieder über dem Horizont. Mit den länger werdenden Tagen entwickeln sich winzige Algen unter dem Eis. Sie ernähren Krebse, von denen wiederum Vögel und Wale leben. Krabbentaucher, Dickschnabellummen, Dreizehenmöwen, Gänse und Seeschwalben bevölkern nun die Inseln. Die Polarbären, die der Eisgrenze nicht nach Norden gefolgt sind, müssen sich nun mit Eiern und Vogelküken begnügen. Der Film erinnert eindringlich in phantastischen Bildern, was wir verlieren, wenn wir nicht bald umdenken.



zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen