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In Wyk : Dezemberlichter im Kurgartensaal

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Weihnachtslieder einmal anders: Beim Konzert der Gruppe „Kliema“ ging es jazzig-besinnlich zu.

Viele Weihnachtslieder sind allgemein bekannt und erreichen jedes Jahr wieder neu Kultstatus. Nicht nur in der Kirche hört man dann „Stille Nacht“ oder „Es kommt ein Schiff geladen“, auf diversen Weihnachts-CDs sind die Lieder auch in den Wohnzimmern vieler Familien zu hören. Doch so, wie am Dienstagabend im Wyker Kurgartensaal beim Konzert der Gruppe „Kliema“ dürfte man die traditionellen Melodien selten erlebt haben.

Statt auf großes Orchester und großen Chor setzt Hauke Kliem zusammen mit seinem Vater Ulrich und der Bassistin Maria Rothfuchs eher auf die kleine Schiene. Eine Gitarre und dazu ein Bass und ein Flügelhorn, wahlweise auch ein Xylophon oder eine Mundharmonika: Das ist alles, was die drei Musiker brauchen. „Diese Zusammensetzung erzeugt einen sehr dichten und intimen Sound, das passt richtig zu dieser Stimmung“, erklärt der Gitarrist und Produzent Hauke Kliem diese für Weihnachtslieder doch recht ungewöhnliche Zusammensetzung.

Ungewöhnlich war auch die Musik, die das Trio auf die Bühne brachte. Der ruhige und besinnliche Charakter ging nicht, wie jetzt vielleicht von einigen vermutet, durch den jazzigen Touch verloren, sondern wurde im Gegenteil noch verstärkt in den Vordergrund gestellt. Seinen Anteil daran hatte sicherlich auch das Flügelhorn, das anders als eine normale Trompete „den dunklen Klang viel besser rüberbekommt“, so Kliem.

Der Weg zu dieser Harmonie zwischen den Instrumenten war aber lang: Gut eineinhalb Jahre hat es gedauert, bis die CD „Dezemberlichter“ im Winter des vergangenen Jahres veröffentlicht werden konnte. Kliem: „Eine besondere Herausforderung war es, die teils ja fast 1000 Jahre alten Stücke in das Hier und Jetzt zu übertragen“.

Dass sich Hauke Kliem aber mal an Adventslieder herantrauen wollte, stand schon früh fest. „Die Ruhe, die von den Liedern selbst ausgeht, passt gut in unsere hektische Zeit. Sobald ich anfange die Arrangements zu spielen beruhigt mich das ungemein“.

Und diese Ruhe war den beiden Kliems und Maria Rothfuchs auch am Dienstag anzumerken. Mit einer unglaublichen Gelassenheit brachten sie die Adventsstimmung noch einmal in den Kurgartensaal. Und auch wenn dieser nur spärlich besetzt war, der Applaus war groß. Denn auch ein kleines Orchester reicht aus, um weihnachtliche Stimmung zu verbreiten.


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