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FSV Wyk : Der Verein hat wieder ein Zuhause

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

In einer Feierstunde wurde gestern das neue Helu-Heim eingeweiht. Rund 850 000 Euro hat das neue Sportler-Domizil gekostet.

Vor zwei Jahren war die alte Hütte abgerissen worden, ein Jahr später sollte das neue Helu-Heim eröffnet werden. Doch der Bau verzögerte sich immer wieder und bei Spielern und Verantwortlichen des FSV Wyk wuchs die Ungeduld. Aber das Warten hat sich gelohnt: Gestern wurde das neue Zuhause des FSV in Betrieb genommen. Zu der Eröffnungsfeier waren Vertreter der Stadt, des FSV und auch von anderen Vereinen gekommen.

„Das war aber auch nötig“, meint Annelie Hauschildt, ein Urgestein und Junioren-Trainerin des Fußball-Vereins. „Es ist jetzt eindeutig etwas anderes als vorher.“ Und Heiko Runge, Trainer der A-Junioren, meint: „Das Zusammensein auch nach den Spielen hier ist wichtig. Dafür fehlte bisher der Raum, den haben wir jetzt.“ Christian Christiansen ergänzt: „Die Gemeinschaft ist wichtig, und das wird hier jetzt echt gefördert.“

Die ersten Entwürfe für einen Neubau des Helu-Heimes waren bereits 2008 erstellt worden. Damals noch als bombastisches Gebäude mit Betten für 60 Personen und einer Hausmeisterwohnung geplant, wurden die Vorstellungen allerdings als zu teuer befunden, berichtete der Architekt Jan Lorenzen; der Kostenvoranschlag habe seinerzeit bei rund zwei Millionen Euro gelegen. Während das Projekt bei der Stadt ins Hintertreffen geriet, ließ der FSV nicht locker und drängte auf eine Modernisierung der Sportanlage. Der alte Komplex aus dem Jahr 1949 war einfach in die Jahre gekommen. Und die Beharrlichkeit sollte sich auszahlen: Im November 2011 beschloss der Amtsausschuss den Neubau und ein halbes Jahr darauf wurde der Bauantrag gestellt. Jan Lorenzen beschreibt das Drängen des Vereins für die Instandsetzung so: „Der FSV-Vorsitzende Gerd Köster unterbreitete der Stadt in einem Brief Vorschläge für das neue Sportler-Domizil, die fast eins zu eins übernommen wurden.“

Das Gebäude, das etwas kleiner als der Vorgänger ist, aber viel geräumiger wirkt, soll jedoch nicht nur in Hand der Fußballer sein. Hausherr ist die Stadt Wyk, die über die jeweiligen Nutzer entscheidet. Gerhard Ketelsen, stellvertretender Vereins-Vorsitzender, der gestern den erkrankten Gerd Köster vertrat, betont: „Es ist ein Sportlerheim. Wir sind nur für die Pflege des Platzes zuständig und wollen auch, dass der Aufenthaltsraum im Gebäude von anderen Vereinen genutzt wird.“ Und auch der Fußballplatz am Schulzentrum wird seine Bedeutung für den FSV nicht verlieren: Die Jugendmannschaften werden dort weiter spielen, lediglich die Herren-Teams sowie die A-Junioren bestreiten ihre Spiele künftig auf dem Helu-Platz. So soll der Rasen geschont werden und der Platz bespielbar bleiben.

Die Kosten für den Bau betrugen rund 850  000 Euro – finanziert von der Stadt und aus Spenden etwa vom Föhrer Lions-Club sowie etlichen Föhrer Betrieben. Gerhard Ketelsen betonte, dass auch der FSV einen Teil der Kosten getragen hat: „Das gesamte Inventar geht auf die Kosten des Vereins.“ Und auch die Pflege des Rasens werde künftig in der Hand ehrenamtlicher Mitarbeiter des FSV liegen.

Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen zeigte sich sichtlich erfreut über das neu geschaffene Haus. Bei der symbolischen Schlüsselübergabe sagte er: „Wir haben hier etwas Wunderbares für die Zukunft geschaffen und zeigen damit, dass wir uns für die Jugend engagieren.“

Und während die erste Herrenmannschaft an ihrem 8:2-Sieg gegen den TSV Drelsdorf arbeitete (wir berichten noch), fachsimpelten die rund 60 Zuschauer über den Fußball. Und natürlich wurde auch über das neue Helu-Heim geredet. Alle waren sichtlich stolz, Gastmannschaften endlich wieder in einem vorzeigbaren Heim empfangen zu können. Für die Arbeit des FSV Wyk und auch anderer Sportvereine auf der Insel sei dies eine echte Bereicherung, waren sich alle einig.

 

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erstellt am 05.Okt.2015 | 09:00 Uhr

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