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Handlungsbedarf : Der Schandfleck soll verschwinden

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Finanzausschuss beriet über die Zukunft des Pavillons im Park an der Mühle. Beschlossen wurde zudem, dass es auch künftig in Wyk keine Abwasser-Grundgebühr geben wird.

shz.de von
erstellt am 25.Jun.2015 | 09:00 Uhr

Seit zehn Jahren gibt es in Wyk den Park an der Mühle, der unumstritten als schöner Platz in der Stadt gilt. Der einzige Schandfleck in diesem Areal ist der Pavillon, der in einem äußerst schlechten Zustand ist und zur Zeit lediglich als Abstellraum genutzt werden kann. Der Verein „Föhrer Impulse“, der maßgeblich an der Entstehung des Parks beteiligt war, bemüht sich schon lange um eine Änderung der Situation.

In der jüngsten Sitzung des Wyker Finanzausschusses informierte Luc Maréchal als Vertreter des Vereines über die bisherigen Bemühungen und wies darauf hin, dass auch die zuständigen Ausschüsse nicht abgeneigt gewesen seien und bereits die Änderung des Bebauungsplanes Nummer 24 gebilligt hätten. Demnach sei ein Gebäude mit einer Grundfläche von 85 Quadratmetern und einer Höhe von fünf Metern zulässig.

Für das Gebäude stellte Maréchal zwei Alternativen vor. Zum einen den Entwurf einer Föhrer Architektin, der eine Sanierung des bestehenden Pavillons vorsieht. Dabei sollte dieser etwas erweitert werden und ein neues Dach bekommen. Die zweite Variante ist eine Orangerie aus verzinktem Blech und Glas. Lediglich der Bereich der öffentlichen Toiletten soll dabei gemauert sein. Die Orangerie ist mit Kosten von rund 140  000 Euro knapp 9300 Euro teurer als die Sanierung.

Der Verein sei mit der Aktivregion Uthlande wegen eines Zuschusses im Gespräch, berichtete Luc Maréchal weiter, der die Eigenleistungen der Vereinsmitglieder mit einem Wert von rund 26  000 Euro bezifferte. „Dieser Pavillon im Park wird eine zusätzliche touristische Attraktion werden“, versprach der Redner.

Zur Frage nach der späteren Nutzung vertrat Maréchal die Ansicht, man sollte erst einen leeren Raum entstehen lassen, um dann einen entsprechenden Pächter zu suchen. Diese Vorstellung fand jedoch bei den Mitgliedern des Finanzausschusses keine Zustimmung. Sie forderten eine genauere Bestimmung der Nutzung. Um Fördermöglichkeiten auszuloten, müssten konkretere Vorstellungen auf den Tisch. „Für eine Unterstützung durch die Aktivregion ist ein innovatives Projekt notwendig, wozu eine gastronomische Nutzung nicht gehört“, machte Amtsdirektorin Renate Gehrmann deutlich.

„Wir sollten Ideen der Bürger und der Gäste sammeln“, meinte Maréchal weiter. Doch Heinz Lorenzen forderte von ihm und den Vereinsmitgliedern: „Werdet dem Namen ‚Föhrer Impulse‘ gerecht und legt Vorschläge vor.“ Generell standen aber die Ausschussmitglieder dem Anliegen aufgeschlossen gegenüber. Sie einigten sich darauf, dass das Projekt im Bauausschuss und in den Fraktionen diskutiert werden soll.

Die Stadt Wyk wird auch weiterhin keine Grundgebühr für die Abwasserbeseitigung erheben. Bereits in einer früheren Sitzung hatte Heinrich Feddersen von der Amtsverwaltung die Idee einer Grundgebühr vorgestellt, die in fast allen Föhrer Gemeinden erhoben wird. Letztlich sollten damit auch die Zweitwohnungsbesitzer erfasst werden, die wegen der geringen Abwassermengen nur wenig zu den Vorhaltekosten der Abwasseranlage beitragen. Getroffen werden damit aber auch die einheimischen Kleinverbraucher wie das immer wieder erwähnte Mütterlein, das durch eine Grundabgabe über Gebühr belastet würde. Peter Schaper (SPD) betonte: „Die Einführung einer Grundgebühr ist das falsche Signal. Es ist ungerecht und fördert die Gedankenlosigkeit beim Wasserverbrauch“. Till Müller von den Grünen verwies außerdem darauf, dass die Einführung einer solchen Abgabe nicht von der Politik, sondern von der Verwaltung vorgeschlagen werde.

Bei einer Enthaltung lehnten die Mitglieder des Finanzausschusses schließlich den Vorschlag der Verwaltung ab. Allerdings ist die Einführung einer Grundgebühr damit nicht für alle Zeiten vom Tisch. Heinrich Feddersen verwies auf mögliche Änderungen bei der Bemessung, die zur Zeit allerdings noch nicht „ausgegoren“ seien.

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