Föhr und Amrum : Der Jahrhundert-Juli

Wie am MIttelmeer: Laue Nächte lockten die Menschen nicht nur in Utersum ans Wasser.
Wie am MIttelmeer: Laue Nächte lockten die Menschen nicht nur in Utersum ans Wasser.

Dieser Juli war überdurchschnittlich: Es gab 100 Sonnenstunden mehr, aber nur sieben Prozent des Regens, der in normalen Jahren fällt.

von
07. August 2018, 13:00 Uhr

Wie bereits in den Vormonaten bestimmten im Juli meist Hochdruckgebiete das Wetter bei uns. So setzte sich die sehr warme, überwiegend sonnige und extrem trockene Witterung fort. An zehn Tagen stiegen die Temperaturen auf den Inseln über 25 Grad, an zwei Tagen sogar über 30 Grad.

Über den gesamten Monat hinweg gab es immer wieder ein Auf und Ab der Temperaturen. Am kältesten blieb es am 9. Juli bei einer Höchsttemperatur von 16,7 Grad. Nur einer der zehn Sommertage wurde bis zum 15. Juli verzeichnet. In der Folge setzten sich dann bei viel Sonnenschein meist sommerliche Temperaturen durch.

Hochsommerlich heiß wurde es am Monatsende. Dabei wurde am 26. Juli mit 32,8 Grad der Höchstwert des Monats erreicht. Insgesamt war der Monat mit einer mittleren Temperatur von 18,8 Grad um zwei Grad wärmer als im langjährigen Mittel der Jahre 1981 bis 2010. Im Juli 2018 kamen gut 331 Sonnenstunden zusammen – fast 100 mehr, als in normalen Sommern, denn im Durchschnitt scheint die Sonne im Juli 234 Stunden. Somit wurde das Monatssoll um 41 Prozent überschritten.

Allerdings fiel auch wieder viel zu wenig Niederschlag. Wenn es Regen gab, dann meist nur lokal eng begrenzt und in sehr geringen Mengen. Es wurde überhaupt nur an einem Tag nennenswerter Niederschlag registriert. In der Summe kamen geringe vier Liter pro Quadratmeter zusammen. Davon gingen 3,7 Liter am 28. Juli nieder. Die Gesamtmenge entspricht lediglich sieben Prozent des Klimamittels und war damit kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Vor allem die Landwirtschaft hat mit der anhaltenden Trockenheit zu kämpfen. Es werden hohe Ernteeinbußen beklagt. Zudem war und ist die Wald- und Wiesenbrandgefahr sehr hoch.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen