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Wyk-Boldixum : Der alte Turm ist nun ganz neu

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die St.-Nicolai-Kirche beschenkt sich selbst zum Lutherjahr: Die Sanierungsarbeiten wurden pünktlich abgeschlossen.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2017 | 17:30 Uhr

Offiziell war zum Empfang geladen worden. Wer jedoch am Fuße des Kirchturms der Wyk-Boldixumer St.-Nicolai-Kirche eine „steife“ Veranstaltung mit langen Reden der Honoratioren erwartet hatte, sah sich rasch eines Besseren belehrt. Gefeiert wurde nämlich bei diesem Treffen das Ende der Turmsanierung und alle Gäste wurden zunächst angesichts des wunderschönen Wetters eingespannt, das Equipment zur anderen Turmseite zu transportieren.

So schleppten dann die Amtsvorsteherin Heidi Braun, das Pastorenehepaar Becker-Wichmann und alle Besucher Tische, Kaffee und Schnittchen auf die sonnige Seite des Turmes, der nun allen Unbilden des Wetters trotzen kann.

In zwei Bauabschnitten sind seit 2015 rund 390  000 Euro aufgewandt worden, um den alten Turm rundum zu sanieren. Pünktlich zum Reformations-Jubiläum sollte nach dem Wunsch aller Beteiligten die Sanierung abgeschlossen sein und mit dem Abbau der Gerüste Ende des vergangenen Jahres konnte dieser Zeitplan auch erfüllt werden.
„Mit dem Empfang wollten wir uns bei allen Spendern für ihre Hilfe bedanken“, erläutert Pastorin Hanna Wichmann und kündigte an, dass weitere Veranstaltungen geplant sind. So soll am 9. Juli ein großes Turmfest gefeiert werden, am 10. September beteiligt sich die Kirchengemeinde am Tag des offenen Denkmals und stellt ihre Kirche und den „neuen“ Turm noch einmal der Öffentlichkeit vor.

Auch außerhalb dieser Festtage können sich Interessierte über das Projekt informieren. Im Erdgeschoss des Turmes wurde nämlich eine Ausstellung eröffnet, die Rupert Schreilechner und Anja Jakobsen von der „Arbeitsgemeinschaft Turm“ zusammenstellten. Dabei wird mit Fotos der Ablauf der Turmsanierung dokumentiert.

Großer Heiterkeit rief bei den Besuchern dieser Ausstellung eine Löffelsammlung hervor. Diese Löffel, so war zu erfahren, sind im Laufe der Jahre auf dem Friedhof gefunden worden. Sie wurden traditionell zum Auflockern der Erde auf den Gräbern benutzt und ganz offensichtlich immer mal wieder vergessen.

Zwar sind nun alle Maßnahmen rund um den Turm abgeschlossen, doch für die Verantwortlichen der Kirchengemeinde ist damit noch kein Ende der Bauarbeiten erreicht. Nun steht nämlich die Sanierung des Kirchendaches an, und Pastorin Wichmann berichtete, dass die Vorbereitungen voranschreiten, wobei es vor allem um die Finanzierung des Projektes gehe.

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