Föhr : Den Sommer mit Musik begrüßen

In der Nieblumer Kirche beginnt die Konzertreihe.
In der Nieblumer Kirche beginnt die Konzertreihe.

Im Nieblumer Friesendom beginnen am Sonnabend die Sommerkonzerte. Neben dem Singkreis treten auch Solisten auf.

shz.de von
01. Juni 2018, 16:00 Uhr

Die Sommerkonzertreihe in der St.-Johannis-Kirche wird am Sonnabend, 2. Juni, mit einem Konzert für Chor, Sopran, Violinen und Klavier eröffnet. Der Abend steht unter der Überschrift „Berge, Bäume, das Meer – Die Natur als Sehnsuchtstort für uns Menschen“. Passend dazu erklingt zunächst eine Psalmenvertonung von Heinrich Schütz , „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen“, und anschließend viel Musik aus England mit Werken von Vaughan Williams, Martin Johnson, Edward Elgar, Benjamin Britten und Henry Purcell.

Zu hören sind der Singkreis St. Johannis unter der Leitung von Birgit Wildeman, und als Solisten die Sopranistin Aleksandra Wolska, Angelika Zastrow-Kelm (Violine), Dirk Kelm (Klavier) und Emilia Marienfeld (Fiddle).

Alle Kompositionen sind inhaltlich aufeinander bezogen: Die Chormusik handelt von Meer und Gezeiten und von der Sehnsucht, mit der Natur zu verschmelzen. Avantgardistische Klangstürme wehen bei Pauls Dambis, einem Komponisten aus Riga, mit seiner Komposition „Blow, mother wind, blow“. Mit „La Mer“ und „Just as the tide is coming“ sind es schwungvolle und humorvolle Aspekte – das Meer betreffend.

Martin Johnson, ein mit dem Singkreis befreundeter Komponist aus England, schrieb eine Vertonung des Poems „No man is an island“ des Shakespeare-Zeitgenossen John Donne, das nun jedoch der aktuellen Lage in England gewidmet ist und für Grenzenlosigkeit wirbt.

Die Violinsonate von Edward Elgar ist farbig und abwechslungsreich, kraftvoll und fast impressionistisch. Elgar hat sie in seinem Cottage auf dem Land geschrieben, froh über das nahende Ende des ersten Weltkriegs. Seine Frau meinte, sie atme den Geist der umliegenden Wälder. Auch Benjamin Britten war ein erklärter Pazifist. Die Sopranistin Aleksandra Wolska singt drei seiner „Englischen Folksongs“. Das Konzert eröffnet sie mit dem berühmten Lament „When I am laid in earth“ von Henry Purcell.

Dieses Konzert ist auch ein Abschied dreier langjähriger Chormitglieder. Sie sind in den Solopartien der doppelchörigen Motette von Heinrich Schütz zu hören und in einem Irisch-Schottisch-Englischem Folk-Set mit Emilia Marienfeld und ihrer Fiddle.

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