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Elbtonal-Percussion : Den altehrwürdigen Friesendom zum Beben gebracht

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das Hamburger Ensemble ist zum elften Mal in Nieblum aufgetreten. Manche Urlauber haben ihren Inselaufenthalt entsprechend des Konzerttermines geplant.

Aus dem sommerlichen Programm in der St.-Johannis-Kirche sind sie nicht mehr wegzudenken, und zahlreiche Urlauber planen ihren Inselaufenthalt entsprechend des Konzerttermines. Die Rede ist vom Ensemble „Elbtonal Percussion“, dessen Mitglieder Jan-Frederick Behrend, Andrej Kaufmann, Stefan Krause und Wolfgang Rummel jetzt zum elften Mal im alten Friesendom zu hören waren.

Bei ihrer Begrüßung brachten sie die Hoffnung zum Ausdruck, dass der Kirchturm nicht einstürzen möge. Die vier Schlagzeuger ließen zwar den alten, ein bisschen baufällig gewordenen Turm stehen, brachten jedoch Kirche und Publikum zum Beben. Dazu hatten sie ein recht eindrucksvolles Instrumentarium, bestehend unter anderem aus Marimba, Gongs, verschiedensten Trommeln, Vibraphon und sogar Plastiktonnen mitgebracht.

Wer von einer Percussiongruppe erwartet, dass sie nur laute Klänge produziere, wurde beim Konzert in Nieblum eines Besseren belehrt. Natürlich können die vier Musiker auch sehr lautstark auftrumpfen, aber sie beherrschen genauso die leiseren Töne und beeindrucken durch Vielseitigkeit. Sie präsentierten nach afrikanischen Klängen ein Medley, das „Johann Sebastian Bach für Elbtonal Percussion komponiert hat“. Erstmals brachten sie für ihr Föhrer Publikum indo-asiatische Percussion zu Gehör, wozu auch ausladende Bewegungen und stimmlicher Einsatz der Musiker gehören.

Auch die Nieblumer Organistin Birgit Wildeman, die seit elf Jahren für die Organisation der Konzerte verantwortlich ist, kam als Gast an der Orgel zum Einsatz. Nach den vorhergegangenen Klängen der Schlagwerke hörte die sich fast leise an und die so unterschiedlichen Instrumente sorgten für ein ganz besonderes Klangerlebnis.

Solch ein Konzert ist für die vier Musiker mit großem körperlichen Einsatz verbunden, was das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzen St.-Johannis-Kirche nicht daran hinderte, mit stehendem Applaus eine Zugabe zu fordern. Verständnis hatten dennoch alle, dass die gewünschte Verlängerung des Konzertes relativ kurz ausfiel. Sie hatten den Trost, dass „Elbtonal Percussion“ auch im kommenden Jahr wieder den Friesendom zum Schwanken bringen will.

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erstellt am 22.Aug.2014 | 07:15 Uhr

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