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Rege Beteiligung auf Amrum : Dem Müll eine Abfuhr erteilt

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Saubere Sache: Strandreinigung war wieder ein voller Erfolg. Mehr als 70 Freiwillige in Wittdün und Norddorf.

shz.de von
erstellt am 01.Nov.2017 | 15:30 Uhr

Amrum Nach der ersten Müllsammelaktion im Frühjahr fand auf Amrum die zweite offizielle Strandreinigung in diesem Jahr statt.  Unter dem Motto „Watt’n Müll“ hatte die Amrum-Touristik gemeinsam mit dem Öömrang Ferian, der Schutzstation Wattenmeer und dem Verein Jordsand zum gemeinsamen Strandspaziergang mit -reinigung auf dem Kniepsand eingeladen. Mehr als 70 Freiwillige hatten sich für den guten Zweck an den Treffpunkten in Norddorf und Wittdün eingefunden.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Amrum-Touristik Wittdün und die Mitarbeiter des Naturzentrums Norddorf starteten die „Müllsammler“, ausgerüstet mit Eimern, Müllsäcken und Handschuhen, vom Norddorfer Strandübergang beziehungsweise vom Ende der Wittdüner Wandelbahn.

Es ging in Richtung Nebeler Strandübergang, doch der Weg war das Ziel. Denn unterwegs wurde Müll aufgesammelt und in Säcke verpackt, die auf die Gemeinde-Trecker, die die Helfer auf der ganzen Strecke begleiteten, verladen wurden. Wie schon in den Vorjahren kam einiges an Müll aus den unterschiedlichsten Materialien zusammen. Gefunden wurden zudem rund ein Dutzend Drifter. Dabei handelt es sich um elfeinhalb Zentimeter lange und zehn Zentimeter breite Stücke aus Kiefernholz, auf denen jeweils ein kurzer Text auf Deutsch und Englisch sowie eine Registriernummer eingebrannt wurden. Diese Drifter gehören zu einem Projekt der Universität Oldenburg. Werden sie gefunden, kann die jeweilige Registriernummer unter  www.macroplastics.de gemeldet werden. So soll verfolgt werden, wie sich der Meeresmüll an den Küsten der Nordsee verteilt. Ziel des Projektes ist, mögliche Verursacher des Mülls klarer zu identifizieren und gemeinsam Handlungsstrategien gegen die Verschmutzung der Nordsee zu erarbeiten.

Die Organisatoren der Amrum-Touristik freute besonders die hohe Teilnehmerzahl. Unter denen auch viele Feriengäste zu finden waren, für die das Mitmachen bei dieser Aktion eine Selbstverständlichkeit war. Am Nebeler Strandübergang winkte allen Freiwilligen als Belohnung eine Stärkung mit warmer Suppe, Kaffee und Kuchen.

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