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Kritik in der Stadtvertretung: : Datenfluss ist unbefriedigend

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Mitglieder bemängeln, dass sie wochenlang auf zugesagte Informationen warten.

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass die Stadtvertreter von CDU und SPD mit einer Stimme Mehrheit einen von der Kommunalen Gemeinschaft unterstützten Antrag der Grünen ablehnten. Dieser hatte das Ziel, umgehend die Stelle eines hauptamtlichen Bürgermeisters zu schaffen. „Nicht in der laufenden Amtsperiode“, lautete die Begründung, um das Amt nicht zu beschädigen. Den Vorschlag allerdings hatten alle Fraktionen für überlegenswert gehalten, weshalb der Wechsel in der Folge diskutiert werden sollte.

Einem Antrag von Jürgen Huß von der KG folgend, stand das Thema nun erneut auf der Tagesordnung der Stadtvertretung. Zur Frage „haupt- oder ehrenamtlicher Bürgermeister – gegebenenfalls in Verbindung mit der Leitung des Liegenschaftsbetriebes beziehungsweise der Geschäftsführung einer Liegenschafts-GmbH“ solle ein Kostenvergleich erstellt werden, so der Inhalt, der dann im Finanzausschuss zu beraten sei. Informationen seien bisher eher tröpfchenweise geflossen, begründete Dr. Silke Ofterdinger-Daegel (KG) vor dem Gremium das Ansinnen. Die es als hilfreich bezeichnete, würden die Zahlen komprimiert vorliegen.

Die grundsätzliche Zustimmung, das Thema weiter zu verfolgen, kam von allen Parteien. „Wir würden uns freuen, wenn endlich mal Zahlen auf den Tisch kämen“, betonte Claudia Andresen (CDU). Deren Parteikollege Lars Schmidt den schleppenden Informationsfluss beklagte. Seit sechs Wochen warte er auf immer wieder zugesagte Zahlen, „da kann man sehen, wie ernst es einigen Leuten mit diesem Thema ist“. Dem widersprach Peter Schaper. Demnach liegen die Zahlen für den Bürgermeister seit Ende Januar vor, die für den Stadtmanager sogar schon seit Januar des vergangenen Jahres. Diese müssten lediglich gegenübergestellt werden, so der Fraktionsvorsitzende der SPD. Der auch keinen Hehl daraus machte, dass dies nur ein Schritt in die richtige Richtung ist. Wichtiger seien die Stellungnahmen der seit vielen Jahren für die Stadt tätigen Fides-Treuhandgesellschaft und der Kommunalaufsicht, erst dann sei eine Beratung im Finanzausschuss sinnvoll.

Dass die Einschätzung der Fides angekündigt ist, berichtete Wyks Bürgermeister Paul Raffelhüschen. Derweil sollen die vorliegenden Zahlen zusammengefasst und im Anschluss beraten werden.

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erstellt am 20.Jun.2016 | 08:00 Uhr

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