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schneller surfen : Daten-Autobahn für fünf Gemeinden

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Der Ausbau des Breitbandnetzes auf Föhr ist abgeschlossen. Amrum soll als letzter Bauabschnitt im Sommer folgen.

von
erstellt am 09.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Nach Pellworm, wo die Nutzer bereits am 15. November des vergangenen Jahres ans Netz gingen, erfolgte am 15. Dezember auch auf Föhr der offizielle Startschuss für das Breitbandnetz. Mit einer Bandbreite von 16 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) verfügen damit nun auch Alkersum, Borgsum, Midlum, Nieblum und Oevenum über eine Zufahrt auf den Datenhighway –  Gemeinden, die bisher komplett oder zu einem großen Teil unterversorgt waren.

„Täglich kommen welche dazu“, berichtet Henry „Henja“ Martens, dass das Angebot der Firma Lünecom von den Kunden angenommen wird. Derzeit würden die Neubauten mit Anschlüssen versehen, so der Computer-Fachmann, und jene Nutzer ans Netz gebracht, die nicht vertraglich an die Telekom gebunden sind. Die Übrigen werden im Laufe des Jahres folgen, je nachdem wann deren Verträge auslaufen.

Die Verträge sind auch das Stichwort für Michael Mollenhauer, Key-Account-Manager und bei der Lünecom für Planung und Vertrieb zuständig. „Wir haben nach der erfolgreichen Testphase den Regelbetrieb aufgenommen, für uns der Stichtag, Kunden anzusprechen und Verträge abzuschließen.“ Derzeit werden jene Aufträge abgearbeitet, die im Vorfeld bei dem Unternehmen eingingen und die als Messlatte dienten, ob der Ausbau des Breitbandnetzes auf den Inseln und Halligen überhaupt Realität wird. Und die Nachfrage ist groß, berichtet Mollenhauer. Täglich wechseln Kunden, die ihr Interesse bereits im Vorfeld bekundeten, von anderen Anbietern und auch Neukunden werden zunehmend registriert.

Die können neben dem erheblich höheren Datendurchsatz über das Netz auch mittels VOIP (Voice over IP) telefonieren – nur ein Beispiel für diverse neue Möglichkeiten. „Die Kündigung bei der bisherigen Telefongesellschaft und weitere Formalitäten übernehmen die Lünecom oder die Vertriebspartner vor Ort“, betont Daniel Schenck, EDV-Administrator des Amtes Föhr-Amrum, wozu etwa die Mitnahme der bisherigen Telefonnummer gehört.

Zur Vereinfachung und um Neu- und Bestandskunden den Einstieg in die neue Form der Kommunikation zu erleichtern, bietet das Unternehmen noch einmal Termine auf der Insel an. So können an zwei Freitagen (24. Januar und 7. Februar) jeweils von 15 bis 20 Uhr und an zwei Sonnabenden (25. Januar und 8. Februar) jeweils von 10 bis 13 Uhr offene Fragen und solche zu den Verträgen in Einzelgesprächen im Nieblumer Café Osterheide geklärt werden. Zu den Terminen sollten die Kunden ihre bisherigen Vertragsunterlagen mitbringen.

Auch für die Zukunft sind die an dem Projekt beteiligten fünf Föhrer Gemeinden bestens gerüstet, denn das Breitbandnetz ist bereits für neue Techniken ausgelegt. Die größere Leistungsfähigkeit hat Henry Martens bereits testen können, der sich aus beruflichen Gründen zwischenzeitlich schon mal 50 Mbit/s „draufgepackt“ hat.

Martens, als Hauptvertriebspartner bereits in der Testphase dabei und seit dem 20. November als erster Föhrer Kunde am neuen Netz, gehört zu den Wenigen, die über einen Glasfaseranschluss bis zum Haus verfügen. In der Regel sind lediglich die Kabelverzweiger per Glasfaser verbunden, die für die verlustfreie Verteilung sorgen. Innerorts kommen noch herkömmliche Kupferkabel zum Einsatz, der kurzen Wege wegen allerdings ohne nennenswerte Dämpfungsverluste.

Ein Modell, das bei entsprechender Nachfrage ebenfalls ausbaufähig ist, die Kupfer- können durch Glasfaserkabel ersetzt werden. Eine Option für die Zukunft, denn nachdem mit Föhr der zweite Bauabschnitt des Projektes erfolgreich abgeschlossen werden konnte, haben die Verantwortlichen nun mit Amrum die dritte und letzte Phase auf dem Zettel. So werden in den Gemeinden Wittdün und Norddorf derzeit die Tiefbauarbeiten durchgeführt und Michael Mollenhauer rechnet hier mit dem Sommer als Starttermin für den schnellen Netzbetrieb.

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