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Insel-Bote

12. Dezember 2017 | 10:16 Uhr

fakten geschaffen : Das Warten hat ein Ende

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Rund sieben Jahre nach Schließung des Norddorfer Dünenbades ist das Außenbecken Geschichte. Nach dem Abriss zeugt nichts mehr von dem Meerwasserbad mit Sprungturm und 50-Meter-Bahn.

shz.de von
erstellt am 27.Aug.2013 | 19:35 Uhr

Seit der Schließung des Norddorfer Dünenbades im Spätsommer 2006 warteten die Verantwortlichen auf die endgültige Abwicklung des Außenbereiches des ehemaligen Meerwasserbades mit Sprungturm und 50-Meter-Bahn. Das Warten hat nun, berichtete Norddorfs Bürgermeister in der jüngsten Gemeindevertretersitzung, ein Ende gefunden.

Wie Peter Koßmann auf Anfrage erklärte, sei der von der Gemeindevertretung gefasste Beschluss, das Außenbecken des ehemaligen Dünenbades abreißen zu lassen, umgesetzt worden. Alle Beton- und Stahlteile, Kunststoffrohre und Beschichtungen seien fachgerecht entsorgt und das entstandene Loch bereits weitestgehend verfüllt worden.

Die Entscheidung für den kompletten Rückbau des ehemaligen Außenbeckens war im vergangenen Jahr gegen einen zuvor favorisierten Teilrückbau gefallen. Das in diesem Jahr beauftragte Angebot des Abbruchunternehmens lag nur unwesentlich über den Kosten, die die „Beerdigung“ des Beckens verursacht hätte. Nun gilt die Fläche wieder als unbelastet. Der eher einer kosmetischen Lösung gleichende Teilabbruch hatte zwar bereits grünes Licht von der zuständigen Naturschutzbehörde des Kreises Nordfriesland bekommen, wurde aber nach dem Angebot für den Abriss nicht mehr als optimale Lösung angesehen.

Die Gemeindevertreter suchen nun nach Lösungen, wie sich die renaturierte Fläche in das Konzept der derzeitigen Nutzung der Räume des ehemaligen Meerwasserbades einbinden lässt. „Seitens des Öömrang Ferian gibt es einen Vorschlag zur Einrichtung eines Naturgartens“, berichtete Koßmann. Hier wolle man noch abwägen, wie sich dieser Vorschlag bei dem gegebenen Sandflug darstellen und auch erhalten lässt. Einen Spielplatz wolle man auf alle Fälle in dem Konzept umsetzen, versicherte das Gemeindeoberhaupt.

Mit der Schließung des hoch defizitären Dünenbades hatte die damalige Gemeindevertretung seinerzeit die Notbremse gezogen, um einer weiteren finanziellen Lähmung des Kurbetriebes und somit auch der zum Verlustausgleich verpflichteten Gemeinde entgegenzuwirken. In nüchternen Zahlen ausgedrückt betrug das Defizit zuletzt rund 315 000 Euro.

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