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Wohnmobil-Platz in Utersum : Das Warten auf den Baubeginn

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Nach Abstimmungsproblemen mit dem Planungsbüro sind die künftigen Betreiber mit einem Jahr in Verzug. Sie hoffen nun, im kommenden Sommer eröffnen zu können.

„Es gab Situationen, da hätten wir alles hinschmeißen können, aber wir wollen da jetzt durch.“ Dass Jenny und Jan Sörensen enttäuscht sind, ist nur zu verständlich. Gut zwei Jahre ist es her, dass auf einer Einwohnerversammlung im Taarepshüs erstmals über einen Wohmobil-Campingplatz in Utersum diskutiert wurde. 2013, so äußerten alle Beteiligten seinerzeit optimistisch, könnten die ersten Gäste mit ihren fahrbaren Ferienwohnungen begrüßt werden. Immerhin befindet sich der Bebauungsplan mittlerweile in der Auslegung. Und wieder herrscht Optimismus vor, richtet sich der Blick der Familie Sörensen als künftige Betreiber auf den Sommer dieses Jahres.

Rückblick: Das Land hatte 2011, obwohl gemäß dem Regionalplan ein Campingplatz auf Föhr nicht möglich ist, die Zustimmung für ein derartiges Projekt signalisiert. Voraussetzung war die Einigung der als Standort in Frage kommenden Gemeinden Wyk, Nieblum und Utersum, die einvernehmlich erfolgte.

Gedanklich hatten Jenny und Jan Sörensen den Platz zu diesem Zeitpunkt bereits durchgeplant. Zirka 125 Quadratmeter große Parzellen sollten es sein, ein Spiel- und Grillplatz war vorgesehen und behindertengerechte sanitären Einrichtungen, die in dem früheren Stallgebäude des stillgelegten landwirtschaftlichen Betriebes ihren Platz finden sollten. Eine Spielhöhle auf dem ehemaligen Heuboden für die Jüngsten und ein Aufenthaltsraum sowie ein Kiosk sollten das Angebot auf dem rund drei Hektar großen Gelände zwischen Strunwai und Klaf abrunden.

Was folgte, waren Abstimmungsprobleme mit dem Husumer Planungsbüro. „Wir waren wohl zu nett“, glaubt Jenny Sörensen rückblickend, zu wenig Druck ausgeübt zu haben. Ähnlich denkt Utersums Bürgermeister Joachim Lorenzen, der nach der Kommunalwahl als Nachfolger Jürgen Schmidts in das Amt gewählt wurde und bei der Durchsicht der offenen Vorgänge auch auf das Projekt „Campingplatz für Wohnmobile“ stieß. „Zu diesem Zeitpunkt“, so Lorenzen, „hatten die Sörensens monatelang darauf gewartet, dass sich seitens der Planer etwas tut“.

Schließlich tat sich doch etwas: „Vor einem halben Jahr sollte es losgehen“, erinnert die künftige Campinglatz-Chefin, „doch dann wurde ein Durchführungsvertrag angefordert. Der wurde nötig, da die Gemeinde den Platz nur von März bis November belegt sehen möchte. Die Regelung einer saisonalen Nutzung aber ist in einem normalen B-Plan nicht ohne Weiteres zulässig. Weshalb der Kreis und das Land die Umwandlung in einen vorhabenbezogenen B-Plan anregten, in dem spezielle Regelungen getroffen werden können, insbesondere in einem so genannten Durchführungsvertrag.

In der Auslegung seien kaum Einwände zu erwarten, betont Daniel Meer, „denn die Unterlagen waren bereits in ähnlicher Form in der Beteiligung“. Mit neuen Aspekten rechnet der Mitarbeiter des Bauamtes nicht, allerdings sei zu erwarten, dass nach der Auslegung am 24. Januar noch nicht alle Stellungnahmen vorliegen. „Entscheidend ist die der Landesplanung, die an keine Frist gebunden ist und sich drei Monate Zeit lassen kann.“

Im Frühjahr könnte also der Satzungsbeschluss gefasst werden. Der Vertrag sei nach dem einstimmigen Votum der Gemeindevertretung unterschriftsreif, betont Bürgermeister Lorenzen. Und dann könnten Jenny und Jan Sörensen endlich einen Bauantrag stellen. Der in der Regel eine Bearbeitungszeit von drei Monaten hat. Die Baugenehmigung werden die künftigen Betreiber also noch in diesem Jahr erhalten, fertig dürfte der Platz mit Beginn der Saison allerdings nicht sein.

„Wir hoffen, trotzdem öffnen zu können, auch wenn sich Verzögerungen ergeben sollten“, halten die Sörensens an ihren Plänen fest. Die, als zusätzliche Motivation, täglich mehrere Anfragen für den Sommer verzeichnen. „Die Außenplätze werden wir herrichten können, ebenso die Strom- und Wasseranschlüsse sowie die sanitären Anlagen.“ Die Pläne für den Innenausbau allerdings liegen beim Planungsbüro.

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erstellt am 07.Jan.2014 | 08:00 Uhr

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