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Steigende Preise : Das Trinkwasser auf Föhr wird teurer

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Das neue System sieht Grundpreise nach Anzahl der Wohneinheiten vor. Die letzte Anhebung liegt elf Jahre zurück.

Seit 2005 war der Wasserpreis auf Föhr stabil, jetzt hat die Verbandsversammlung des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) neue Preise und Preisregelungen beschlossen, die ab 1. Januar 2016 gelten. Der Grundpreis pro Anschluss bemisst sich bei Wohnhäusern zukünftig nach der Zahl der Wohn- und Nutzeinheiten, bei Gewerbebetrieben und sonstigen Kunden nach der jährlichen Verbrauchsmenge. Das neue Grundpreismodell wurde, so teilt Verbandsgeschäftsführer Dr. Hark Ketelsen mit, auf Basis einer Umfrage vom Sommer 2015 entwickelt, an der sich 87 Prozent aller Kunden des WBV beteiligt hätten. Es ordne, so Ketelsen, die Vorhaltekosten der Wasserversorgung den Verbrauchsstellen verursachungsgerecht zu.

Der monatliche Grundpreis für Wohngebäude mit ein und zwei Wohn- und Nutzeinheiten (WE) beträgt nach Auskunft des Verbandes ab 1. Januar 11,50 Euro brutto. Für drei WE wird ein monatlicher Grundpreis von 12,84 Euro berechnet, für vier WE 14,45 Euro. Ab fünf WE gilt ein monatlicher Grundpreis von je 3,10 Euro. Bislang, so Ketelsen, zahlten rund 95 Prozent der Kunden einen monatlichen Grundpreis von 10,70 Euro. Der Preis für den verbrauchten Kubikmeter (Mengenpreis) beträgt auch weiterhin 64 Cent. Die Mehrkosten für Einfamilienhäuser mit bis zu zwei Wohneinheiten belaufen sich damit ab 2016 auf brutto 9,63 Euro im Jahr. Zur Abschätzung der individuellen Auswirkungen des neuen Preismodells stellt der Verband einen Entgeltrechner auf seiner Internetseite www.wbv-foehr.de zur Verfügung. Die neuen Preise und Preisregelungen stehen dort ebenfalls zum Download bereit.

Der WBV rechnet laut Ketelsen aufgrund des neuen Systems, das die Kunden allerdings erst bei der Abrechnung Anfang 2017 zu spüren bekommen, mit Mehreinnahmen von rund 140  000 Euro. Geld, das wegen anstehender Sanierungsmaßnahmen nötig sei. „Wir mussten jetzt zur Tat schreiten“, so Ketelsen. Das Geld solle unter anderem in die Neuverlegung der Hauptleitung in der Oevenumer Buurnstrat und den Neubau des Trinkwasserspeichers am Wasserwerk Föhr-Ost fließen, dessen Kosten auf 1,15 Millionen Euro geschätzt werden. Wie im Wasserwerk Föhr-West soll der neue Speicher aus Edelstahltanks im Hallenbau bestehen.

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erstellt am 17.Dez.2015 | 20:22 Uhr

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