Wyk : Das "Schloss am Meer" wird zum Appartement-Haus

Diese Ansicht gehört bald der Vergangenenheit an. Foto: Kölschbach
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Diese Ansicht gehört bald der Vergangenenheit an. Foto: Kölschbach

Bis vor gut zehn Jahren war das Schloss am Meer ein Kinderheim, wurde dann zur Klinik, bevor man es zum Hotel umfunktionierte. Der neuer Eigentümer will dort 20 Wohnungen einrichten.

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03. Juni 2010, 11:56 Uhr

Wyk | Als Ende der neunziger Jahre die Barmer Ersatzkasse ihr Kinderkurheim im "Schloss am Meer" aufgab, wurde das direkt am Strand gelegene Haus nach Umbau und Modernisierung zunächst als Hypnoseklinik wiedereröffnet. Doch schon nach kurzer Zeit wurde aus der Klinik ein Hotel. Nun sind auch die Tage des Hotels gezählt, im "Schloss am Meer" sollen Eigentumswohnungen entstehen.

Geplant ist der Neubau von 20 Eigentumswohnungen mit zwei bis drei Zimmern, Balkon, Loggia oder Dachterrasse und Meerblick. Dazu wird das Gebäude komplett entkernt, die Anbauten werden abgerissen und vom eigentlichen Hotel bleiben nur die Außenwände stehen, berichtet Andrea Manke-Scheppelmann von der Firma "Manke Projektentwicklung", die auch bereits die "Amrumer Welle" in Wittdün gebaut hat. Mit der Vermarktung der künftigen Wohnungen wurde inzwischen begonnen. Baubeginn ist laut Manke-Scheppelmann voraussichtlich im Spätsommer, die Baufertigstellung ist für den Sommer oder Herbst 2011 geplant.
Historische Fassade soll integriert werden

Der Hotelbetrieb im "Schloss am Meer" war bereits Ende des vergangenen Jahres eingestellt worden, nachdem das Gebäude an einen Investor verkauft worden war.

Bei der Schließung des Barmer-Kinderheims Ende des vergangenen Jahrtausends war es noch erklärtes Ziel der Stadt gewesen, den Bau von Ferienwohnungen in diesem Gebäude zu verhindern. So wurde im Bebauungsplan eine "Einrichtung für gesundheitliche Zwecke" genehmigt, später dann das Hotel stillschweigend geduldet. Da das "Schloss am Meer" aber in einem "allgemeinen Wohngebiet" liegt, habe die Stadt nun den Bau von Wohnungen genehmigen müssen, heißt es aus dem Bauamt, wo man aber die Gestaltung des Neubaus und die Einbindung der historischen Fassade für ein positives Beispiel hält.

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