Standpunkt : Das Risiko Schwangerschaft

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05. November 2016, 09:30 Uhr

Waren es wirklich nur Datenschutzgründe, weshalb der Landrat das Gutachten unter Verschluss gehalten hat? Wohl kaum, denn viele der dort aufgeführten Mängel hätten abgestellt werden können – sofort und ohne große Kosten.

Nicht abgestellt werden kann das Wetter, dass es an manchen Tagen unmöglich macht, Patientinnen im Notfall aufs Festland zu verlegen. Doch die fanden bis zum 30. September 2015 wenigstens einen funktionsbereiten Kreißsaal vor, in dem ihnen Gynäkologen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr beistehen konnten. Diesen ständigen Bereitschaftsdienst gibt es nun nicht mehr und mit der Schließung des Kreißsaals ist es für Insulanerinnen nicht sicherer, sondern gefährlicher geworden, schwanger zu sein.

Doch offenbar geht es den Verantwortlichen in erster Linie ums Geld. Und so fürchten viele Insulaner längst, dass die Schließung der Geburtshilfeabteilung nur der erste Schritt einer scheibchenweisen Abwicklung der Inselklinik ist.

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