Föhr : Das große Flieger-Treffen

Auf dem Wyker  Flugplatz war Betrieb.
Auf dem Wyker Flugplatz war Betrieb.

200 Maschinen und zahllose Schaulustige kamen zum Fly In. Dort konnten auch Oldtimer bewundert werden.

shz.de von
06. August 2018, 11:30 Uhr

Mit 400 Brötchen, 80 Litern Kaffee und anderen leckeren Zutaten verabschiedeten die freiwilligen Helfer des Luftsportclubs Föhr gestern Morgen beim Abschlussfrühstück alle Piloten und ihre Begleiter, die mit mehr als 200 Flugzeugen am Freitag und Sonnabend zum diesjährigen Fly In angereist waren. Bei bestem Flugwetter herrschte am Sonnabend reges Treiben, sowohl durch startende und landende Flugzeuge auf der Piste als auch durch zahlreiche neugierige Flugplatz-Besucher.

Neben „normalen“ Sportmschinen konnten Rettungshubschrauber, Helikopter, Doppeldecker und viele Fluggeräte mehr bestaunt werden. Rundflüge wurden angeboten. Allerdings konnte die angestrebte Marke von 500 Starts und Landungen, die der Luftsportclub Föhr in diesem Jahr gerne erreichen wollte, vom Flugplatzleiter Hans-Werner Jacobsen nicht bestätigt werden.

Der Föhrer Oldtimer Club war traditionell wieder mit von der Partie und sorgte in diesem Jahr, neben der Präsentation von 24 eigenen Mobilen, für eine besondere Überraschung, als über 20 „Golf-Country“-Besitzer, die aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren, in einem Fahrzeugkorso auf das Flugplatzgelände fuhren und sich zu den bereits parkenden Oldtimern gesellten.

Eine weitere Besonderheit, die bewundert werden konnte, war ein altes Notstromaggregat mit einer Sechs-Zylinder-Maschine aus dem Haus Schöneberg, das die Mitglieder des Oldtimer-Clubs in mühevoller Kleinarbeit aus dem Keller der Klinik ausgebaut, dann zerlegt und anschließend wieder zusammengebaut hatten und das wieder einwandfrei funktioniert. Es kann zu Demonstrationszwecken betrieben werden, allerdings nur für eine kurze Zeitspanne, da die transportable Kühlung keine längeren Laufzeiten zulässt.

Vorrangig war für die Veranstalter des Fly In in diesem Jahr die Sicherheit aller Beteiligten. Durch die langanhaltende Trockenheit war die Gefahr eines Flächenbrandes auf dem Flugplatzgelände besonders groß. Um für etwaige Kleinbrände gerüstet zu sein, wurden auf dem gesamten Areal 48 Handfeuerlöscher plaziert. Außerdem stand ein eigener Löschwagen mit 3000 Litern Wasser bereit, sodass, auch im Falle eines größeren Brandes, die Veranstalter gut vorbereitet waren und schnellstmöglich eingreifen konnten.

Zur Erleichterung aller Anwesenden gab es weder Brände noch andere Zwischenfälle, so dass die Flugplatzcrew um 18 Uhr 350 gutgelaunte Gäste zur abschließenden Hangar-Fete begrüßen und bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden konnte. Müde und zufrieden zogen sich die Piloten und ihre Begleiter in ihre Zelte zurück, um im Schutz ihrer Maschinen die Nacht zu verbringen, – und sich dann zum sonntäglichen gemeinsamen Frühstück im Hangar wieder zu treffen und sich fürs nächste Jahr auf dem Wyker Flugplatz zu verabreden.

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