zum Jubiläum : Das ganze Dorf in bester Stimmung

Bei strahlendem Sonnenschein eignete sich die große Freifläche bestens für Snacks und Gespräche.
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Bei strahlendem Sonnenschein eignete sich die große Freifläche bestens für Snacks und Gespräche.

Vor fünf Jahren wurde das Museum Kunst der Westküste eröffnet. Die Verantwortlichen feierten mit allen Alkersumern Geburtstag.

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29. Juli 2014, 08:00 Uhr

Fünf Jahre ist es am 31. Juli her, dass das Alkersumer Museum Kunst der Westküste (MKDW) feierlich eröffnet wurde. Ein Jubiläum, das die Verantwortlichen zum Anlass nahmen, ein Fest für das Dorf auszurichten. Mehr als 400 Besucher konnten in der Dorfhalle und auf dem dahinter liegenden Freigelände begrüßt werden, unter ihnen auch der Gründer und Stifter des Museums, Professor Frederik Paulsen, sowie der ehemalige Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, der das Museum seinerzeit mit eröffnet hatte.

Musikalisch eingestimmt von den Musikfreunden Osterland-Föhr galt es, Grußworte an die Dorfbewohner zu richten. Frederik Paulsen dankte den Alkersumern und dem früheren Bürgermeister Karl-Heinz Juhl für deren Unterstützung. „Das Museum ist als Teil Alkersums nicht mehr von Föhr und Norddeutschland wegzudenken“, so Paulsen.

Dankesworte richtete auch Professor Ulrike Wolff-Thomsen an die Gemeinde. Die Museumsleiterin hob das MKDW als neuen Dorfmittelpunkt hervor, der zugleich touristischer Magnet auf der Insel und im Land sei. Beleg dafür sind die vielen Besucher der vergangenen Jahre, auf die Peter Harry Carstensen auf Plattdeutsch hinwies, die das Haus für sich entdeckt hätten und schlichtweg begeistert seien.

Als Schatz im Dorf bezeichnete Alkersums Bürgermeister Johannes Siewertsen das Museum und betonte: „Ich bin ein glücklicher Bürgermeister.“ Groß sei die Aufregung vor fünf Jahren gewesen, bevor die Bauarbeiten begannen und das Museum schließlich eröffnet wurde. Der Komplex habe das Dorf positiv verändert und längst heiße es bei den Einheimische gegenüber ihren Gästen: „Besuchen Sie unser Museum.“

Auch Wünsche äußerte das Dorfoberhaupt. Dass Frederik Paulsen weiterhin so großes Interesse am Museum, Alkersum und der Insel haben möge und dass „unsere Direktorin weiterhin eine so glückliche Hand hat, sich akzeptiert und zu Hause fühlt und noch viele tolle Ausstellungen organisieren wird.“

Wünsche, die von den Gästen geteilt wurden, die sich zudem an einem bunten Programm erfreuen konnten. So sorgten die Musikfreunde Osterland-Föhr und „Det Yderste Hav“ mit Tanz und Gesangseinlagen für eine ausgelassene Stimmung und lockten die Alkersumer auf die eigens hergerichtete Tanzfläche. Getränkestände und eine Grillstation sorgten für das leibliche Wohl und auch an die Jüngsten hatten die Veranstalter gedacht. So schmückte eine riesige Hüpfburg die Dorfhalle, die großen Anklang fand und begeistert genutzt wurde. Nicht selten gaben die Kleinen ihrem Bewegungsdrang freien Lauf, nachdem sie sich beim Kinderschminken das Gesicht mit Motiven wie „Schmetterling“, „Batman“, „Spiderman“ oder „Blumenfee“, aber auch mit Tattoos, hatten buntfarbig und mit Glitzerpartikeln bemalen lassen.

Es war offensichtlich: Alkersum ist mit seinem Museum zufrieden. Auf den Punkt brachte es Michele Dubois. Die Künstlerin betreibt ihr Atelier nur etwa 100 Meter vom MKDW entfernt. Sie gehört zu den fleißigsten Besucherinnen des Museums und wusste zu erzählen, wie viele Ihrer Atelier-Gäste begeistert von einem MKDW-Besuch zu ihr kommen – und das seit Jahren. Viele Gäste kämen mittlerweile eigens wegen des Museums und lernen dadurch überhaupt erst Föhr kennen. Darunter seien auch viele Tagesgäste, von Amrum und Sylt, viele aus Dänemark.

„Das Dorf ist durch das MKDW viel belebter geworden, viele Gäste freuen sich auch über das tolle Museumsrestaurant mit seinem Garten“, so die Künstlerin. Die das Dorffest einfach nur toll fand. Ihre Mutter, gerade aus Paris zu Besuch, sei vor allem von der Fanøer Musik von „Det Yderste Hav“ begeistert gewesen.

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