Dreharbeiten für Krimi : "Das funktioniert nur, wenn nichts los ist"

Spannung garantiert: Inselpolizist Helge muss auf Amrum allein gegen Profikiller kämpfen. Foto: Thomas Oelers
Spannung garantiert: Inselpolizist Helge muss auf Amrum allein gegen Profikiller kämpfen. Foto: Thomas Oelers

Regisseur Markus Imboden spricht über den derzeit auf Amrum entstehenden ZDF-Kriminalfilm. Unter dem Arbeitstitel "Die Insel" wird derzeit fürs Zweite Deutsche Fernsehen gedreht.

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30. März 2009, 11:00 Uhr

Amrum | Bei dem zurzeit auf Amrum in der Produktion befindlichen Fernsehfilm mit dem Arbeitstitel "Die Insel" inszeniert der bekannte Regisseur Markus Imboden voraussichtlich noch bis zum 23. April einen spannenden ZDF-Krimi.

Nach nun gut einer Woche Dreharbeiten bedankt sich der Filmemacher bei den Insulanern für ihr bereits aufgebrachtes Verständnis für die zeitweiligen Behinderungen. Zumal bei den Dreharbeiten auf dem Fähranleger deutlich wurde, dass auch wirtschaftliche Interessen von Insulanern mit den Teilsperrungen disharmonieren.
Allein gegen vier Profikiller

"Die Geschichte funktioniert nur, wenn wir darstellen können, dass auf der Insel zu der Zeit, in der die Story spielt, nichts los ist", erklärt Imboden. Der Inselpolizist Helge Vogt (gespielt von Hinnerk Schönemann) ist dann im Kampf gegen vier Profikiller auf sich allein gestellt, da diese seinen Kollegen ermorden. "Viele Menschen und Fahrzeugverkehr würden da einfach nicht reinpassen", so der Regisseur weiter.

Eine schier ausweglose Situation, in der sich der junge Polizist mit der Kronzeugin Mathilda wiederfindet, zumal ein aufziehendes Unwetter die Flucht aufs Festland verhindert. Nur seine Freunde kann er mit ins Boot nehmen, bis die dann auch "kalte Füße" bekommen und den Ernst der Lage erkennen.
See war zu ruhig

Der aus der Schweiz stammende Imboden verfügt durch eine Produktion auf einer ostfriesischen Insel bereits über Nordsee-Erfahrung und zeigt sich von dem wenig frühlingshaften Wetter auf Amrum unbeeindruckt: "In den Bergen gibt es auch schnelle Wetterwechsel und jede Region hat ihre Besonderheiten." Ihm war der Drehtag vor einer Woche auf der Fähre eher zu ruhig. Die Nordsee zeigte sich so glatt wie der Züricher See. "Mir wäre eine raue See lieber gewesen, um zu verdeutlichen, dass es nicht nur einfach Mal um die Ecke ist, wenn man auf eine Insel will."

Bereits vier Wochen vor den Dreharbeiten bereitete sich Imboden mit einem Kameramann auf die Arbeit auf Amrum vor. Nach eigener Aussage hat er das Glück, in einem Haus untergebracht zu sein, von wo aus er einen herrlichen Blick über die Wiesen, das Watt und das Meer hat. "Ich fühle mich dort sehr wohl und genieße bei ausgedehnten Nordic Walking Ausflügen die faszinierende Natur der Insel."

Für die weiteren Dreharbeiten hoffen er und die Verantwortlichen der Produktionsfirma auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit Einheimischen und Gästen.

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