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Auf Amrum : Das erste Jahr mit dem neuen Pastor

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Versammlung in Nebel: Die St.-Clemens-Gemeinde blickte auf ereignisreiche Monate zurück.

Weniger Taufen, weniger Trauungen, zwölf Aus-, aber nur vier Eintritte – den Besuchern der St.-Clemens-Gemeindversamlung wurden nicht nur positive Entwicklungen präsentiert. Allerdings gab es eine kleine Steigerung bei den Gottesdienstbesuchern, was sich positiv auf das Spendenaufkomen in den Klingelbeuteln auswirkte.

Der Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Hans-Peter Taulsen, gab einen Überblick über das Jahr 2014, das mit der Wahl des neuen Inselpastors Georg Hildebrandt begann, der sich sehr gut eingelebt hat und herzlich von den Insulanern und Gästen aufgenommen wurde. Traulsen berichtete außerdem über den Beschluss des Kirchengemeinderates, keine Beiträge mehr für den kirchenmusikalischen Musikunterricht zu erheben. Des Weiteren wurde eine neue Beleuchtung für die Apostelgruppe beschlossen. Der Pastor stellte dann eine leicht geänderte Gottesdienstordnung vor. Danach gibt es statt einer zwei Lesungen, nach der zweiten Lesung folgt das Lied, welches sonst am Ende des Gottesdienstes gesungen wurde. Pastor Hildebrandt begrüßt diese Entscheidung, nach der der Segen am Ende des Gottesdienstes steht.

Die Organistin und Kirchenmusikerin Anne-Sophie Bunk war an diesem Nachmittag mit ihrem neu geborenen Sohn gekommen. Während ihrer Mutterschutz- und Elternzeit wird sie von Katharina Rau vertreten, die schon in den zurückliegenden Wochen den Gottesdienst musikalisch begleitet hat. Gemeinsam berichteten die beiden Musikerinnen über das umfangreiche kirchenmusikalische Angebot für Insulaner und Gäste.

Die Pflege des Heimatlosen-Friedhofs, so erfuhren die Gemeindemitglieder, wird weiterhin von den angehenden Konfirmanden übernommen. Diese kämen ihrer Aufgabe mit großer Sorgfalt nach. Birgit Themann hat die Aufsicht übernommen und betreut die Jugendlichen bei der Pflege der Gräber, in denen Menschen liegen, die an den Amrumer Stränden angeschwemmt wurden und über deren Identität und Herkunft nichts bekannt ist. Traulsen berichtete in diesem Zusammenhang, dass die Spendendose am Heimatlosen-Friedhof gestohlen wurde. Die Kirchengemeinde habe Anzeige erstattet, doch die Täter seien nicht ermittelt worden. Die ehrenamtliche Pflege der Ehrengräber auf dem neuen Friedhof wird Michael Wolff übernehmen.

Rege Diskussionen gab es zu diversen Anträgen aus der Gemeinde zum Abbau der Speiseschranke im Altarraum sowie zur Belüftungssituation und zu Notausgangsschildern in der Kirche. Küster Jens Lucke nahm zur Belüftung Stellung und Pastor Georg Hildebrandt erläuterte die historische Bedeutung der Speiseschranke.

Diese Abgrenzung des Altarraums war im 18. Jahrhundert eingebaut worden, damit dei Gläubigen dort niederknien konnten, wenn sie das Abendmahl empfingen. Nachdem sie vorübergehend abgebaut worden war, hatten etliche Gemeindemitglieder sich dafür ausgesprochen, sie ganz weg zu lassen, weil so mehr Platz für den Chor sei und man einen freieren Blick auf den Altar habe. Doch der Denkmalschutz hatte den Erhalt dieser Schranke gefordert, was einigen Gemeindemitgliedern ein Dorn im Auge ist. „Ich selbst bin ein Befürworter dieser Schranke“, betonte Hildebrandt. Sie grenze den Altarraum ab, so dass nicht jeder, der die alte Kirche besichtigt, dorthin komme.

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