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Auf Föhr : Das Ende einer Ära im Nieblumer Josiaskoog

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Zum letzten Mal lud Uta Göhring-Zumpe zur sommerlichen Ausstellungsfeier in ihren Garten. Ihre Bilder wird sie aber auch weiterhin zeigen.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2017 | 09:30 Uhr

Zum festen sommerlichen Termin in Nieblum gehört die Ausstellungsfeier von Uta Göhring-Zumpe. Eigentlich war es so wie in jedem Jahr, als sich jetzt Gäste und Einheimische zum Josiaskoog aufmachten, wo wie gewohnt die Bänke für die Besucher aufgebaut waren. Doch es war dieses Mal nicht so wie immer – zum 30. Mal hatte Uta Göhring-Zumpe zur Feier geladen, die nach ihrem Willen die letzte gewesen ist. „Ich werde auf jeden Fall weiter malen, aber bin nun auch nicht mehr die Jüngste“, begründete die von Föhr stammende Malerin ihre Entscheidung.

Doch sonst war es wirklich fast wie immer: Antje Rietz eröffnete wie gewohnt aus einem Fenster des ersten Stockes das Spektakel mit einer Trompetenfanfare und Uta Göhring-Zumpe konnte den Gästen, die vor und in der Kuhle am Haus Platz gefunden hatten, die Zwillingsschwestern Sabina Svigelj (Piano) und Helena Svigelj (Cello) ankündigen, die zum ersten Mal auf Föhr zu hören waren. Ein Cellokonzert unter blauem Himmel ist sicher nicht an jedem Tag zu erleben, doch das Publikum folgte hingegeben dem Spiel der Schwestern und war besonders begeistert von einem Paganini-Stück, das Helena Svigelj nur auf einer Saite ihres Instrumentes spielte.

Der musikalischen schloss sich dann die bildende Kunst an, als die Gäste die Arbeiten Uta Göhring-Zumpes studieren konnte. Portraits, Stillleben und Landschaften sind in der Galerie zu sehen, wobei die Entwicklung in vielen Jahren künstlerischen Schaffens erkennbar wird.

Ein weiteres Geschwisterpaar, Antje Rietz (Gesang, Ukulele, Trompete) und Henning Rietz (Piano und Gesang), folgten dann in gewohnt temperamentvoller Weise mit einer bunten Programmfolge. Antje Rietz ließ Erinnerungen aus 30 Jahren Haus im Josiaskoog Revue passieren, wobei sie das Ehepaar Ute und Rainer Göhring-Zumpe auch als großzügige Gastgeber pries. Die Schar der Gäste habe sich durch Partner, Kinder und Enkel immer mehr vergrößert und so seien in diesem Jahr insgesamt 29 Menschen im Haus und seinen Anbauten untergebracht. Mit besonderem Stolz konnte Antje Rietz dann auch einen Generationenwechsel ankündigen: Ihre Tochter und die Tochter ihres Bruders, Judith Rietz und Lola Witzmann, gaben ein äußerst beachtliches Sangesdebüt im Josiaskoog und wurden dafür vom Publikum mit brausenden Beifall belohnt.

Die Ausstellungsfeier endete mit dem gemeinsam gesungenen Kanon „Abendstille überall“, der damit zum letzten Mal im Josiaskoog zu hören war.

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