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Fähranleger : Das Chaos soll bald ein Ende haben

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Nach fünf Jahren werden die Pläne endlich realisiert: Die Änderung der Verkehrsführung soll bereits zum Herbst in Angriff genommen werden.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2014 | 11:45 Uhr

Das Projekt zur Umgestaltung der Verkehrsoberfläche des Fähranlegers in Wittdün beschäftigt die Verantwortlichen der Amrumer Versorgungsbetriebe bereits seit geraumer Zeit. In der jüngsten Sitzung des Verwaltungsrates war man sich einig, dass wegen der Verlagerung des Schwerpunktanlegers von Brücke 1 zu Brücke 2 neue Verkehrsführungen dringend erforderlich seien.

Deshalb fassten die Mitglieder des Verwaltungsrates den Beschluss, die vorliegende Planung zeitnah umzusetzen. Allerdings hatte es in vorangegangenen Diskussionen im Gremium Veränderungsvorschläge gegeben. Diese seien, wie Vorstandsmitglied Norbert Gades erklärte, noch nicht in der Planzeichnung berücksichtigt worden. Da aber die Zeit dränge und die Bauarbeiten nicht nur durch den bevorstehenden Winter, sondern in Teilbereichen auch durch etwaige Sturmfluten beeinflusst werden könnten, wurde der Beschluss auf Basis des vorliegenden Plans mit einem entsprechenden Änderungsvermerk gefasst. Die Ausschreibung des rund 1,5 Millionen Euro teuren Projektes werde daher auch beschränkt stattfinden, erklärte Norbert Gades. „Auf alle Fälle darf eine solch schleppende Umsetzung, wie wir sie bei den vorgezogenen Arbeiten im Sommer erlebt haben, nicht erneut hingenommen werden“, verdeutlichte der Vorsitzende des Verwaltungsrates Jürgen Jungclaus.

Die Umgestaltung des Fähranlegers ist längst ein Amrumer Dauerthema. Schon im Frühjahr 2009 hätten die Pläne umgesetzt werden sollen. Längst hat der Verwaltungsrat der Versorgungsbetriebe neue Mitglieder, die in den nun verabschiedeten Plan ihre Sicht der Dinge einbrachten. So erteilten sie der ursprünglich geplanten Verkehrsführung über den südlichen Teil des Parkplatzes wegen zu befürchtender Lärmbelästigungen der angrenzenden Wohn- und Geschäftsgebäude eine Absage. Bei dieser Variante seien Beschwerden lärmgeschädigter Anlieger aufgrund der zu erwartenden Belästigungen programmiert, so die Auffassung.

Entgegen der damaligen Sanierung der Gesamtfläche in mehreren Bauabschnitten soll die gesamte Verkehrsfläche in einem Durchgang umgestaltet werden. Dabei werden der Verkehr zu den Fähren und der Abholverkehr in östlicher Richtung um das Abfertigungsgebäude herum geführt. Ein Umfahren des Gebäudes soll durch einen Fahrrad-Abstell- und Fußgängerbereich auf der Nordseite unterbunden werden. So kann der gesamte Verkehr vom Fähranlager an der Westseite ungehindert abströmen. Für die Abholer wird ein Bereich auf den jetzigen Frachtspuren ausgewiesen und durch eine Verkehrsinsel vom Verladeverkehr getrennt. Was zum Bedauern einiger Betroffener bedeutet, dass sich der Verladeverkehr auf die Fähren weiterhin mit dem Abholerverkehr kreuzen wird.

Rund 150 Parkplätze sind geplant und damit zirka 40 mehr als bisher, wovon einige nach neusten Änderungsvorschlägen als Kurzparkplätze von der Seite des Reedereigebäudes zugänglich sein werden.

Die neue Verkehrsreglung in dem im Sommer umgestalteten Bereich vor dem Seiteneinstieg ist bereits in Kraft getreten. Lediglich Busse und der Frachtverkehr der Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) zu und von den Fähren dürfen die verbreiterte Spur auf der Ostseite nutzen. Einfahrtverbotsschilder weisen darauf hin. „Das nehmen trotz der eindeutigen Hinweise leider noch längst nicht alle Verkehrsteilnehmer wahr. Wir hoffen, dass wir auf eine Schranke verzichten können“, so Gades. „Bis zur Fertigstellung der Umgestaltung müssen die Fahrzeuge nördlich des Abfertigungsgebäudes beziehungsweise über die Verladefläche fahren“, erklärte Gades.

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