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Insel-Bote

21. Oktober 2017 | 15:10 Uhr

Nebel : Das Amrumer Jahrhundertwerk

vom

Friedhofs-Projekt erfolgreich abgeschlossen - restaurierte Grabsteine können jetzt an neuem Platz bewundert werden.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 08:19 Uhr

Nebel | Feierlich wurde die Einweihung des neuen historischen Friedhofes mit einem Gottesdienst eingeläutet. Pastorin Friederike Heinecke berichtete über die Arbeitsschritte zu dem umfangreichen Projekt der Sanierung der historischen Grabsteine, das schon 2009 begann. Ohne das Durchhaltevermögen der Projektgruppe um Christa Langenhan, Frank Hansen, Michael Langenhan und Kurt Tönissen hätte dieses Vorhaben nicht so zügig umgesetzt werden können. Heinecke dankte allen, die das Projekt mit Spenden und Patenschaften finanziell unterstützten.

Nach dem Gottesdienst eröffnete der Schirmherr des Projektes, der Leiter des Nordfriisk Instituut, Professor Thomas Steensen, zusammen mit der Pastorin den Weg zum neuen musealen Teil des Friedhofes. Ein paar Regentropfen verschreckten weder Insulaner noch Gäste, die diesen besonderen Moment miterleben wollten. Steensen berichtete über die Geschichten und Bedeutungen der "sprechenden Grabsteine" und deren Besonderheiten. "Dank der unsagbaren Kraft vieler helfender Hände konnte in relativ kurzer Zeit ein umfangreiches und arbeitsintensives Projekt umgesetzt werden", so der Schirmherr.

Nebels Bürgermeister Bernd Dell-Missier schloss sich den Dankesworten für die Arbeit an diesem "Kulturgut ersten Ranges" an. Mit der Inschrift auf dem historischen Grabstein von Oluf Jensen, "Gottes Hand die alles regieret hat auch in den sicheren Hafen geführt", schloss der Bürgermeister seine Rede.

Probst Kay-Ulrich Bronk hatte das Projekt vom ersten Tage an begleitet und zeigte sich jetzt überwältigt davon, mit welcher Entschlossenheit und unermüdlichem Engagement die Projektgruppe dieses angegangen sei. "Ich hätte es nicht für möglich gehalten, bei unserem ersten Treffen, das eine solch umfangreiche Arbeit an einem Jahrhundertwerk in so kurzer Zeit umgesetzt werden könne", freute sich Bronk.

Kirchenvorstandsmitglied Stephan Schlichting kam mit einem Bollerwagen, beladen mit Blumen und kleinen Geschenken als Zeichen des Dankes für alle, die geholfen haben dieses Projekt umzusetzen. Peter Lückel erklärte den QR-Code an den historischen Grabsteinen. Mit einem Smartphone können die Besucher an einigen der "sprechenden Grabsteine" diese Codes einlesen. Die Pixelquadrate aus schwarzen und weißen Punkten werden dann in Sekundenschnelle zu einem informativen Text auf dem Handy.

Insulaner und Gäste erkundeten bei langsam durchscheinender Sonne den neuen historischen Friedhof und waren begeistert von der Umsetzung des so wertvollen und kulturhistorisch wichtigen Projektes.

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