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Föhrer Nachwuchs-Talent : Das Abenteuer Weltmeisterschaft

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die 19-Jährige Wykerin Kisa Reck feiert in Tampere den größten Erfolg in der deutschen Damen-Floorballgeschichte. Das Team kam auf den sechsten Platz.

Eigentlich sollte es ein Pass werden, den Kisa Reck scharf vor das polnische Tor spielen wollte. Statt bei Mitspielerin Sara Patzelt landete der Ball aber am Fuß einer Verteidigerin und sprang an der verdutzten Torhüterin ins polnische Tor. 2:0 stand es damit am Freitagvormittag im Platzierungsspiel der deutschen Floorball-Nationalmannschaft gegen Polen. Der von Kisa Reck direkt vorbereitete Treffer brachte Deutschland in der Hakametsä in Tampere, der ältesten Eishockeyarena Finnlands, früh auf die Siegerstraße.

Solche internationalen Turniere, allen voran WM-Endrunden, sind für deutsche Nationalspielerinnen wie ein Ausflug in eine andere Welt. Denn von Zuständen wie im finnischen Tampere, wo schon zu Vorrundenspielen bis zu 3  500 Zuschauer kamen, können deutsche Floorballer allerhöchstens träumen. „Das ist schon wahnsinnig toll, wenn so viele Zuschauer bei einem Spiel da sind und einen anfeuern“, sagt Kisa Reck. Die 19-jährige, die beim Wyker TB die Sportart kennenlernte und lange im Nachwuchs und zuletzt sogar im Herrenbereich spielte, hat im Sommer die Insel verlassen. Im hessischen Fulda absolviert sie seither eine Ausbildung zur Physiotherapeutin. Fern der Heimat vermisst sie neben Familie und Freunden vor allem das Floorballspielen auf der Insel: „In Fulda gibt es kein Damen-Team, daher habe ich bislang erst Schnuppertrainings bei den Herren gemacht. In einer Liga spiele ich im Moment also gar nicht.“

Bei der WM in Tampere zählt die 19-jährige zu den großen Nachwuchshoffnungen im deutschen Team. Als Stürmerin rotierte sie immer wieder in eine der beiden ersten oder aber sie führte als Angreiferin die junge dritte Reihe an. Ihre Premiere im Damen-Team feierte Reck Anfang des Jahres in Polen: Bei der WM-Qualifikation überzeugte sie Bundestrainer Simon Brechbühler. Für ihre Leistungen belohnte sie sich in der WM-Endrunde spätestens im Platzierungsspiel gegen Polen, welches für Deutschland die Qualifikation für das Spiel um Platz fünf gegen Lettland brachte. Schließlich feierte das Team mit einem sechsten Platz die beste WM-Platzierung in der Geschichte der Sportart. Reck: „Auch wenn mein Pass wegen des Eigentors der Polin nicht offiziell als Vorlage gezählt wird, habe ich ja trotzdem meinen Anteil. Da freue ich mich dann schon drüber.“

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