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Auf Föhr und Amrum : CDU bleibt stärkste Kraft

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die neugegründete Partei Zukunft.SH legt auf Föhr einen Senkrechtstart hin. Die AfD landet deutlich unter fünf Prozent.

von
erstellt am 07.Mai.2017 | 23:07 Uhr

Die CDU bleibt auf Föhr und Amrum stärkste Kraft, die AfD bekommt auf den Inseln kein Bein auf die Erde und der Kampf um die Geburtenstation und den Erhalt des Insel-Krankenhauses schlug sich auch im Abstimmungsverhalten der Insulaner nieder – so kann man den Wahltag auf Föhr und Amrum zusammenfassen.

Denn in sämtlichen Inselgemeinden landeten mehr blaue Stimmzettel für den Bürgerentscheid in den Wahlurnen als weiße für die Landtagswahl. Die meisten Insulaner stimmten dabei mit „Ja“, lediglich in den Föhrer Landgemeinden Oevenum, Alkersum, Nieblum und Utersum wurde die Vorlage des Kreises abgelehnt. Dabei fiel das Abstimmungsergebnis auf Föhr (Ausnahme Witsum mit 75,9 Prozent Befürwortern) ziemlich knapp aus: Ja- und Nein-Stimmen hielten sich in den meisten Gemeinden fast die Waage. Anders auf Amrum, wo die Befürworter in allen drei Gemeinden mit um die 80 Prozent die Nase weit vorn hatten.

Die Nase weit vorn hat auf Föhr-Land traditionell die CDU – je kleiner die Gemeinde, desto höher das Ergebnis der Christdemokraten. So bekamen sie in Dunsum 64,3 Prozent der Zweitstimmen, in Witsum 60,1 Prozent und auch in vielen anderen Orten lagen sie um die 50 Prozent. Fast überall auf Föhr Land wurde die SPD zweitstärkste Kraft und die Grünen landeten auf Platz drei, lediglich in Nieblum und Dunsum wurden die Sozialdemokraten von den Grünen überholt. Auch auf Amrum und in Wyk lautete die Rangfolge CDU vor SPD und Grünen.

Entgegen dem Landestrend hat die AfD auf beiden Inseln die Fünf-Prozent-Hürde deutlich unterschritten. Einziger Ausreißer war hier Oldsum, wo die Rechtspopulisten von 14 Bürgern gewählt wurden und so auf 5,8 Prozent der Stimmen kamen. Deutlich im Landestrend lag dagegen die FDP, die auch auf den Inseln überwiegend zweistellig abschnitt. Ihr bestes Ergebnis holten die Freien Demokraten in Norddorf mit stolzen 18 Prozent.

Auf Föhr hat außerdem die von dem Wyker Markus Herpich mitgegründete Partei Zukunft.SH einen Senkrechtstart hingelegt. In sieben Föhrer Landgemeinden kam sie aus dem Stand auf mehr als fünf Prozent, in Midlum wurde sie mit 9,3 Prozent sogar viertstärkste Kraft.

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