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Europawahl : CDU bleibt die stärkste Kraft

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Aus der Redaktion des Insel-Boten

Die AfD hat in den meisten Inselgemeinden die FDP auf den fünften Platz verdrängt. Die Wahlbeteiligung lag in Dunsum und Süderende bei über 60 Prozent.

„Wir haben auch so genug zu besprechen“, betonte Nieblums Bürgermeister Friedrich Riewerts gestern Nachmittag, dass trotz der bis dahin wenigen Wähler beim Wahlvorstand keine Langeweile aufkam. Hatten doch viele Insulaner bei herrlichem Frühsommerwetter zunächst besseres zu tun gehabt, als zur Europawahl zu gehen. Doch am Ende war die Wahlbeteiligung gar nicht so schlecht: Auf Föhr-Land (42,8 Prozent) und auf Amrum (47,6 Prozent) lag sie sogar leicht über dem Landesdurchschnitt, lediglich in Wyk blieb sie mit 33,1 Prozent deutlich darunter. In Dunsum und Süderende gaben sogar über 60 Prozent der wahlberechtigten Einwohner ihre Stimme ab. Und votierten, wie alle anderen Föhrer und Amrumer auch, mehrheitlich für die CDU. Doch viele Insulaner gaben bei dieser Wahl auch der AfD ihre Stimme. In Wyk und auf Föhr-Land wurden die Euro-Kritiker sogar viertstärkste Kraft.

CDU-Hochburg ist traditionell Föhr-Land, wo die Christdemokraten auch dieses Mal wieder mit 57,8 Prozent der Stimmen ein Rekordergebnis einfahren konnten. Auf Amrum kamen sie auf 36,4 Prozent, in Wyk auf 32,1 Prozent. Und auch bei den 488 Föhrern, die per Briefwahll abgestimmt hatten – hier wurden die Stimmen von Stadt und Land gemeinsam ausgezählt – hatte die CDU mit 34,2 Prozent die Nase vorn.

Auf Platz zwei landete auf beiden Inseln die SPD. Die Sozialdemokraten kamen auf Amrum auf 24,7 Prozent, auf Föhr-Land auf 18,6 Prozent, in Wyk auf 32,4 Prozent und wurde von 27,9 Prozent der Föhrer Briefwähler bevorzugt.

Drittstärkste Kraft blieben die Grünen mit 9,9 Prozent auf Föhr-Land, 15,6 Prozent auf Amrum, 15 Prozent in Wyk und 14,1 Prozent bei den Föhrer Briefwählern.

Die AfD erhielt in Wyk 6,1 Prozent der Stimmen, bei den Föhrer Briefwählern sechs Prozent, auf Föhr-Land 4,9 Prozent und auf Amrum fünf Prozent. Allerdings haben die Newcomer nicht in allen Inselgemeinden die FDP auf Platz fünf verwiesen. In Nebel (7,7 Prozent) und Norddorf (5,5 Prozent) lagen die Freien Demokraten deutlich vor der AfD, die in Norddorf sogar nur auf 1,8 Prozent kam.

Noch geringer, nämlich mit null Prozent, schnitt sie nur in Föhrs kleinster Gemeinde, Witsum, ab. Dort waren 15 der 39 Wahlberechtigten zur Urne gegangen. Und anders als in den übrigen Föhrer und Amrumer Inselorten, wo einzelne Stimen auch auf „Exoten“ wie Familienpartei oder Bibeltreue Christen entfielen, haben die Witsumer ihre Kreuzchen nur bei den drei klassischen altbundesrepublikanischen Listen gemacht: CDU, SPD und FDP. Was die Stimmauszählung einfach machte, und so lag das Witsumer Wahlergebnis bereits fünf Minuten nach Schließung der Wahllokale vor.

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erstellt am 25.Mai.2014 | 22:00 Uhr

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