Erfahrung gefragt : CDU bedauert Rückzug des Bürgermeisters

<p>Die Wyker CDU hält an ihrem Spitzenkandidaten fest.</p>

Die Wyker CDU hält an ihrem Spitzenkandidaten fest.

Die Fraktion hatte auf eine Doppelspitze im Wahlkampf aus dem Amtsinhaber und dem neuen Kandidaten gehofft.

shz.de von
02. März 2018, 17:40 Uhr

Die Wyker CDU-Fraktion steht unverändert hinter ihrem Spitzenkandidaten Hans-Ulrich Hess für das Bürgermeisteramt. Die Zweigleisigkeit des Ehrenamtes im Rathaus und der Beratung anderer Kommunen in Fragen der Stadtentwicklung (wir berichteten) wird ausdrücklich sogar als Chance für die Insel aufgefasst. Das machte jetzt Claudia Andresen, die Vorsitzende der Stadtfraktion, in einem Gespräch mit dem Insel-Boten deutlich, an dem auch Hans-Ulrich Hess teilnahm. „Wir werden von seiner Erfahrung und dem Know-how nur profitieren können“, sagte sie und fügte hinzu, dass er ja kürzlich gegenüber der Redaktion auch betont habe, auf der Insel keine beruflichen Interessen zu verfolgen. Zudem handele es sich nicht um Immobiliengeschäfte, sondern um eine Beratertätigkeit. „Da wird es unter anderem um die Frage gehen, wie man an Fördermittel herankommen kann.“ Hess ergänzte das mit dem Hinweis, dass er durch die freiberufliche Tätigkeit für die Pyramis Immobilien Entwicklungsgesellschaft in Münster unverändert „das Ohr an den Dingen haben werde, die fachlich und politisch diskutiert werden.“ Er unterstrich erneut, dass er wegen seiner früheren beruflichen Tätigkeit als hauptamtlicher Bürgermeister in Meschede auch dort im Hochsauerlandkreis keine beruflichen Aufträge verfolgen werde – genau wie hier auf der Insel. „Für die schlägt mein Herz, also werde ich nichts machen, was der Insel schadet.“

Claudia Andresen ist ein Punkt noch ganz wichtig: „Wir schätzen Paul Raffelhüschen sehr und hätten gerne mit ihm weiter zusammengearbeitet.“ Nach ihren Worten habe die Fraktion das Modell im Auge gehabt, dass sich die politischen Erfahrungen des jetzigen Bürgermeisters vor Ort mit den auswärts gesammelten beruflichen von Hess kombinieren lassen würden. Daher bedauerten auch ihre Kollegen den Rückzug Raffelhüschens nach den Personalentscheidungen in Partei und Fraktion.

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