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Kult auf Föhr : Buntes Spektakel von der Reeperbahn

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Bereits zum zweiten Mal gastiert die Schmidt-Show auf der Insel. Beste Unterhaltung mit Comedy und Akrobatik.

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2016 | 12:30 Uhr

Auf der Reeperbahn ist das Schmidt-Theater seit langem Kult, feiert mit den fast schon legendären Mitternachtsshows sonnabends regelmäßig ein ausverkauftes Haus. Fast ebenso erfolgreich ist das Ensemble auch außerhalb der Hansestadt: Die „Schmidt-Show on Tour“ begeistert das Publikum deutschlandweit. So auch auf Föhr, wo das bunte Spaktakel bereits das zweite Gastspiel gab.

Und viele Einheimische wie Urlauber ließen sich diese Chance nicht entgehen. In der Nationalparkhalle war kein Stuhl leer geblieben, als die Travestiekünstlerin Elke Winter, die zu den bekanntesten deutschen Künstlern in diesem Genre zählt, in schillerndem Outfit die Bühne betrat. Sie eröffnete den Abend mit ihrer ganz eigenen Version von „Is this the way to Amarillo“ und brachte das Publikum mit Gags und Ironie auf Betriebstemperatur.

Doch nicht nur Winter verzauberte an diesem Abend das Publikum. Für gemischte Gefühle sorgte Konrad Stöckel, der sich unter den entsetzten Blicken der Zuschauer zuerst einen Nagel in die Nase schlug, um dann einen Luftballon mitsamt der Luft zu verschlingen und sich schließlich mithilfe von Kaffeesahne und einer Gabel täuschend echt das Auge auszustechen. Beeindruckend auch der Yo-yo-Künster Dennis Schleußner, immerhin deutscher Meister in dieser Sportart, der mit Tricks seiner drehenden Scheiben am Band begeisterte. Das Gehirn kam teilweise gar nicht mehr mit, so schnell bewegte Schleußner, der seine Yo-Yos auch schon bei „Wetten Dass…?“ rotieren ließ, seine Finger. Und akrobatisch wurde es, als Jens Ohle die Bühne betrat. Gleich zwei Mal forderte er vom Publikum tosenden Beifall, als er auf einer Leiter balancierend mit Kegeln, auf einem etwas in die Höhe modifizierten Einrad mit Säbeln oder einfach „nur so auf der Bühne“ mit Fackeln jonglierte. Eine exzellente Darbietung, die zu Hause besser nicht nachgemacht werden sollte.

Star der Show aber war unbestritten Elke Winter. Deren Röcke im Laufe des Abends immer kürzer wurden, während die Witze immer deutlicher unter die Gürtellinie zielten. Doch beim Publikum kam der Humor an: „Elke ist hammermäßig“, meinte etwa ein begeisterter Fan, „die ganze Show ist so abwechslungsreich, ich finde es toll“.

Und auch die Travestiekünstlerin selbst hatte großen Spaß an dem Abend: „Das Publikum war super und hat gut mitgemacht.“ Seit mehr als zehn Jahren steht sie bereits für das Schmidt-Theater auf der Bühne und begeistert sonst unter anderem auf Kreuzfahrtschiffen ihre Zuschauer. Angefangen hatte ihre Karriere bei einer Revue-Show der 1930-er Jahre, bei der sie Männer- und Frauenrollen spielen musste. Daran habe sie Gefallen gefunden und sei an den Frauen hängengeblieben, berichtet Elke Winter. „Außerdem finde ich es toll, als Frau zu arbeiten, aber wie ein Mann bezahlt zu werden“, fügt sie mit einem Augenzwinkern hinzu.

Wer die Show verpasst hat, muss sich nicht lange gedulden. Bereits Ende Juli sind Elke Winter und die Schmidt-Show wieder live auf der Insel zu erleben. Welche Gäste dann dabei sind, ist derzeit allerdings noch offen.

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