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Auf Amrum und Föhr : Bunte Lichter und Musik

vom
Aus der Redaktion des Insel-Boten

Ich geh’ mit meiner Laterne: Bei den St.-Martins-Umzügen auf den Inseln zogen die Kinder singend mit ihren Lampions durch die Straßen.

Auf beiden Inseln erinnerten am Wochenende Kinder mit Laternenumzügen wieder an den heiligen Martin, der seinen Mantel mit einem Bettler geteilt hatte. In Wyk, Nebel und Norddorf fanden die Umzüge am Sonnabend statt, in Nieblum zogen die Kinder gestern singend durchs Dorf.

Kurz vor fünf, es wurde langsam dunkel, kamen in Nebel viele Kinder mit ihren Eltern zur St.-Clemens-Kirche und erhellten mit ihren Laternen das Dorf. Pastorin Thurid Pörksen erzählte die Geschichte von St. Martin, die schon „ganz ganz ganz alt“ und doch bis heute so präsent sei. Die Kleinen rutschten auf den Bänken hin und her und konnten es kaum erwarten, mit ihren Laternen loszulaufen.

Begleitet vom Posaunenchor ging es dann durch Nebel, doch ausgerechnet da setzte der Regen ein. Zum Glück nur ein kurzer Schauer, und alle waren der Jahreszeit entsprechend gut angezogen. So konnte unterwegs das kleine Schauspiel von St. Martin gezeigt werden: Der arme Bettler, dargestellt von Matthies Bendixen, streifte über den Platz. Er fror schrecklich und bekam zwar Handschuhe und Mütze, doch das half nicht so recht. Die Kinder warteten gespannt und hörten dann das Pferdegetrappel von weitem. St. Martin, Liv Bendixen, kam hoch zu Ross mit einem langen Mantel. Er sah den armen Mann, teilte seinen Umhang und schenkte dem Bettler die Hälfte. So wie vor hunderten von Jahren, doch ist es auch in der jetzigen Zeit immer noch ein aktuelles Thema. Wurden die Kleinen mit ihren Laternen verzückt von dem Pferd, dachten vielleicht doch die älteren Kinder und Eltern einmal kurz nach, was St. Martin da gemacht hatte. Gemeinsam ging es weiter zum St.-Clemens-Hüs. Hier lockte der Duft von warmem Kakao, Tee und Rosinenbrötchen die aus der nassen Kälte kommenden Kinder.

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