appell an die Vernunft : Brandschützer mahnen zur Vorsicht

Extreme Trockenheit herrscht derzeit in Wald, Heide und Dünen.
Extreme Trockenheit herrscht derzeit in Wald, Heide und Dünen.

Angesichts der Trockenheit ruft die Amrumer Feuerwehr Einheimische und Gäste zu verantwortungsvollem Handeln auf. Die derzeit hohen Lufttemperaturen, gepaart mit dem stetigen Wind aus Ost bis Nordost, trocknen die Vegetation auf der Insel enorm aus.

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26. Juli 2014, 09:00 Uhr

„Für den Amrumer Wald wurde zwar noch nicht die höchste Waldbrandstufe ausgerufen, doch es ist bereits jetzt an der Zeit, Gäste und Insulaner für die derzeitig sehr hohe Brandgefahr zu sensibilisieren“, erklärt Klaus-Peter Ottens, stellvertretender Amtswehrführer des Amtes Föhr-Amrum. Die derzeit hohen Lufttemperaturen, gepaart mit dem stetigen Wind aus Ost bis Nordost, trocknen die Vegetation auf der Insel enorm aus. Nachdem die beiden Herbststürme im vergangenen Jahr dem Wald stark zugesetzt hatten, befindet sich noch sehr viel trockenes Geäst im Wald, das zusätzlich eine große Brandlast darstellt.

Die angrenzenden Heideflächen und Dünengräser sind zudem extrem trocken. „Das schöne Wetter trägt mit bis zu 15 Sonnenstunden seinen Teil zu der starken Ausdunstung bei“, zeigt sich der stellvertretende Amtswehrführer besorgt. Derzeit liege die Warnstufe bei drei bis vier von fünf Stufen für Schleswig-Holstein, dies sei regional differenziert zu betrachten und für die Struktur auf Amrum gesondert zu bewerten.

Auf Amrum sind es gerade die reizvollen und nahtlosen Übergänge von Dünen, Wald und Heideflächen, die den Nährboden für eine große Brandgefahr darstellen. Hat der Wald noch eine gewisse Feuchtigkeit in seinem Bodenbewuchs gespeichert, sind Dünengras und Heide bereits äußerst trocken und bedürfen genauer Beobachtung. „Ein Brand wäre schlichtweg eine Katastrophe“, zeigt sich der Feuerwehrmann besorgt. Zumal kürzlich in den Abendstunden im Bereich zwischen Quermarkenfeuer und Leuchtturm eine Rakete in den Himmel geschossen wurde. „Wer so verantwortungslos handelt, verstößt nicht nur gegen geltendes Recht, sondern hat seinen Verstand wohl komplett ausgeschaltet“, konnten besorgte Spaziergänger ihre Beobachtungen kaum fassen. „Das ist doch totaler Irrsinn, in den Dünen eine Rakete abzuschießen.“

Wie Ottens stellvertretend für die Amrumer Feuerwehren erklärt, sind bei solchen Wetterlagen die Sinne der Brandschützer besonders geschärft. Auch solche Beobachtungen, wo Jugendgruppen den Sommer an und in den Dünen genießen und erschreckenderweise Brennmaterialien mitgebracht hatten, besorgen ungemein. Zumal die Mitarbeiter des Bauhofs Wittdün immer wieder Feuerstellen vorfinden. Leider verstehen es die Nachtschwärmer nicht immer, dass auch zurückgelassene Glasflaschen und Scherben am folgenden Tag eine Brennglasfunktion haben. Daher appelliert Ottens auch in diesem Jahr an alle Einwohner und Gäste, die intakte Natur mit umsichtigem Handeln und der Vermeidung von Gefahrenpotenzialen zu sichern und zu erhalten. Auch wenn laut Wetterbericht eine Abkühlung ansteht, dürfte sich die Lage nur kurzzeitig entspannen.

Weshalb noch einmal auf das generelle Rauchverbot in den Wäldern hingewiesen wird, das auch für den Bereich der Dünen und Heideflächen gilt. Hierzu gehören selbstredend auch Grillfeuer. Zudem wird immer wieder beobachtet, dass aus fahrenden Fahrzeugen brennende Zigarettenkippen einfach weggeschnippt werden. Auch wird nochmals auf das bestehende Campingverbot außerhalb der ausgewiesenen Zeltplätze auf der Insel hingewiesen.

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